Friedpark: Friedhof Heerstraße
  Gedächtnisstätte

Willi Rose

geboren am: 04.02.1902
gestorben am: 15.06.1978

 

Schauspieler

 


Der in Berlin geborene Willi Rose war der jüngste Sohn des Schauspieler- und Theaterleiterehepaares Bernhard (1865-1927) und Emma Rose (gest. 1935) und hieß eigentliche Wilhelm Bernhard Max Rose. 1902 übernahmen die Eltern von Willi ein Lokal mit Saal- und Gartentheater, welches unter dem Namen 'Rose-Theater' zu einem Volkstheater entwickelt wurde. Gemeinsam mit seinen Brüdern Hans (1893-1980) und Paul (1900-1973) übernahm er nach dem Tode des Vaters das Theater und setzte die Familientradition fort.

Nach seiner Ausbildung an der Reicherschen Hochschule für dramatische Kunst in Berlin verließ er seine Brüder und ging seinen eigenen Weg als Bühnen- und Filmschauspieler. Seine ersten Filme waren 1936 'Allotria' und 'Verräter'. Bekannt wurde er 1943 mit dem Film 'Zirkus Renz'. Nach dem Krieg spielte Willi Rose in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen, unter anderem 'Der Hauptmann von Köpenick' (1956), 'Der eiserne Gustav' (1958) und
'Die Feuerzangenbowle' (1970), mit denen er auch Weltruhm erlangte.

Bekannt sind vom ihm auch mehrere Plattenaufnahmen mit Operettenmelodien, die zu Gassenhauern wurden, wie zum Beispiel 'Püppchen du bist mein Augenstern', 'Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen' und 'Komm in meine Liebeslaube'. Er war auch in zahlreichen Filmen als Synchronsprecher tätig und wirkte in den 1960er Jahren neben Theater und Film in vielen Fernsehproduktionen mit, beispielsweise als Hausmeister 'Hermännchen' Jeschke in der Serie 'Jedermannstraße 11, eine seiner letzten Auftritte hatte er im 'Cafe Wernicke' (1978).

In Berlin-Charlottenburg erinnert eine Gedenktafel am Haus Bolivarallee 17, wo er seit 1950 lebte, an den beliebten Volksschauspieler. Diese Erinnerungsplakette wurde von der
Taxi-Innung gestiftet.

Filme u.a.:
'Die göttliche Jette' 1937; 'Urlaub auf Ehrenwort' 1938; 'Alarm auf Station III' 1939;
'Was eine Frau im Frühling träumt' 1941; 'Der gebieterische Ruf' 1944; 'Wozzeck' 1951;
'Die Buntkarierten' 1949; 'Der Fall Rabanser' 1950; 'Rummelplatz der Liebe' 1954;
'Taiga' 1958; 'Piefke, der Schrecken der Kompanie' 1958; 'Der Hund des Generals' 1964;
'Die rote Rosa' 1966; 'Tamara' 1968; 'Das Netz' 1975.

Auf der Grabstätte von Willi Rose wurde auch seine Ehefrau, die Schauspielerin
Ilse Rose-Vollborn (1911-1974) beigesetzt.
Grabstelle: Abt. II Ur 10 – R 1 - 22