Friedpark: Luisenfriedhof III
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Brigitte Mira

geboren am: 20.04.1915
gestorben am: 09.03.2005

 

Schauspielerin
 


Brigitte Mira erhielt ihre Schauspiel-, Gesangs- und Ballettausbildung in ihrer Geburtsstadt Hamburg und später in Düsseldorf. Sie debütierte Ende der zwanziger Jahre in Smetanas „Die verkaufte Braut“ in Köln.
In den 30er Jahren stand sie in vielen deutschsprachigen Theatern auf der Bühne, so in Bremerhafen als Soubrette, in Reichenberg, Graz, Kiel, Hamburg und Hannover.
Ab 1941 hatte sie in Berlin eine neue Heimat gefunden und spielte am Rose-Theater, am Theater am Schiffbauerdamm und im Kabarett der Komiker. Ausgerechnet in der Propagandaserie „Liese und Miese“ spielte sie ihre erste Filmrolle.
Nach dem Krieg war Brigitte Mira auf vielen Operettenbühnen zu sehen, machte gleichzeitig auch Kabarett mit Günter Neumanns „Die Insulaner“. In den 50er Jahren sah man Brigitte Mira vorrangig in Volksstücken, Musicals und im Kabarett.
In Spielfilmen war sie zunächst nur in „komischen“ Nebenrollen zu sehen, machte sich aber später im Charakterfach einen Namen. In den 70er Jahren spielte sie die Putzfrau in Rainer Werner Fassbinders „Angst essen Seele auf“. Es folgten weitere Rollen in Fassbinderfilmen, wie 1974 „Wie ein Vogel auf dem Draht“, 1975 „Mutter Küsters Fahrt zum Himmel“, 1977 „Chinesisches Roulette“, 1980 Berlin Alexanderplatz“.

1981 wurde Brigitte Mira das Bundesverdienstkreuz erster Klasse verliehen.
Besonders beliebt war sie beim Fernsehpublikum durch ihr Mitwirken in der Serie „Drei Damen vom Grill“. Grablage: Feld E II- G9