Friedpark: Friedhof Heerstraße
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Heinz Otterson

geboren am: 14.11.1928
gestorben am: 05.06.1979

 

Maler, Bildhauer
 

Was war 1928

Der drahtlose Fernsprechverkehr zwischen Deutschland und den USA wird aufgenommen.

Der Luxuszug 'Rheingold' der Reichsbahn nimmt auf der Strecke Hoek van Holland - Basel den planmäßigen
Verkehr auf.

Die Wahlen zum vierten Deutschen Reichstag bringen Gewinne für die Sozialdemokraten, die rechten Parteien müssen große Verluste hinnehmen.

In Amsterdam werden die
IX. Olympischen Sommerspiele eröffnet. Erstmals seit dem Weltkrieg nehmen wieder deutsche Sportler teil.

Albert Schweitzer erhält den Frankfurter Goethepreis.

Erich Kästner veröffentlicht 'Emil und die Detektive'.
Ein Roman für Kinder.

Der Pferdedroschkenkutscher Gustav Hartmann, im Volksmund der 'Eiserne Gustav' genannt, startet am 2. April zu der legendären Fahrt von
Berlin nach Paris.


Der als uneheliches Kind geborene Heinz Otterson wuchs bei seinen Großeltern, die zum bürgerlichen Mittelstand gehörten, im damaligen Schlesien auf.
1946 begann er ein Studium an der Akademie in Dresden, wurde jedoch wegen undisziplinarischem Verhalten ausgeschlossen.
Er ging nach Berlin-West und studierte ab 1952 an der Hochschule für Bildende Künste. Dort war er Meisterschüler bei Stabenau. Von 1946 bis 1980 war er Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler. Otterson fertigte überwiegend Skulpturen aus Schrott.
Er war ein Vertreter der chaotischen Kunst, dessen Spontanietät und Automatismus sich in seinen Werken widerspiegelte. Seine skurrilen Skizzen, Bilder, Fotos und Plastiken zeigten der Welt die absurde Kehrseite. Er war Maler, Dichter, Zeichner, Filmer und wurde auch als Schrottpoet bezeichnet. Allgemein wurde von ihm gesagt:
'Otterson war ein Künstler wie Eulenspiegel ein Philosoph war.'

Grabstelle: Abt. 15 – 162

Was war 1979

In vier Folgen zeigen die Dritten Programme des Deutschen Fernsehens den amerikanischen Film 'Holocaust'.

Das europäische Währungssystem (EWS) tritt
in Kraft.

Zwei Familien gelingt in einem selbstgebastelten Heißluftballon die Flucht aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland.


Erstmals wählt das Berliner Abgeordnetenhaus am 10. Juni drei Abgeordnete in das Europäische Parlament. Sie gehörten zum Kontingent der Abgeordneten der Bundesrepublik Deutschland.

Bei den Wahlen zur Bremer Bürgerschaft gelangt erstmals eine Grüne Liste in ein Landesparlament.

Die am 4. Juni 1962 wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilte Vera Brühne wird nach Begnadigung entlassen.

Die Arbeitslosenquote
beträgt 3,8 %.