Friedpark: Dom Friedhof II
  Gedächtnisstätte

Wilhelm von Hengstenberg

geboren am: 09.02.1804
gestorben am: 25.09.1880

 

Theologe, Oberhofprediger

 

Was war 1804

Der dänische König
Friedrich VI. hebt in den Herzogtümern Schleswig
und Holstein die Leibeigenschaft auf.

Der preußische König
Friedrich Wilhelm III. schließt mit dem russischen Zaren
Alexander I. ein Bündnis gegen Frankfreich. Alexander kündigt ein gemeinsames Vorgehen mit Preußen zum Schutz Norddeutschlands vor den Franzosen an.

Der Komponist
Ludwig van Beethoven
streicht bei seiner III. Sinfonie die Widmung an Napoleon aus Verärgerung darüber, daß sich Napoleon zum Kaiser erhoben hat.

Johann Wolfgang von Goethe wird zum Wirklichen Geheimen Rat mit dem Prädikat
Exzellenz ernannt.
Der als Sohn eines Apothekers in
Elberfeld geborene
Wilhelm von Hengstenberg studierte an den Universitäten in Erlangen und Berlin. Er arbeitete zunächst als Erzieher der Prinzen Waldemar und Adalbert, Söhne des Prinzen Wilhelm sowie als Geheimer Hofrat in Berlin. 1841 nahm er eine Pfarrstelle in Teltow an.
1850-1854 wirkte er zugleich als Superintendent des Bistums Berlin-Cölln-Land.
1854 wurde er zum vierten Hof- und Domprediger in Berlin berufen. Ab 1863 war er dritter, seit 1871 zweiter Hof- und Domprediger und von 1873 bis 1880 Oberhofprediger im
Berliner Dom.

Seine Grabstätte wurde eingeebnet,
siehe Gedenkstein links am Eingang.

Was war 1880

Der Kölner Dom wird
- 632 Jahre nach Baubeginn - fertiggestellt.

Der Fabrikant Anthon in Flensburg entwickelt eine Maschine zur Massenfabrikation von Holzwolle.

Karl Joseph Eberth entdeckt einen Bazillus, der später als Typhus-Erreger bekannt wird.

Der Mechaniker und Orthopäde Friedrich Hessing in Göggingen bei Augsburg erfindet Gehverbände für die Behandlung von Beinbrüchen.

Roeckner und Rothe entwickeln ein Verfahren zum Klären von Abwässern.

Werner von Siemens erfindet den elektrischen Fahrstuhl.

Der erste Duden erscheint.