Friedpark: Dorotheenstädtisch-Friedrichwerderscher Friedhof I
  Gedächtnisstätte

Hans Georg von Oettingen

geboren am: 28.01.1919
gestorben am: 03.09.1983

 

Schriftsteller
 


Pseudonyme: Alexander von Mellin, Hans Georg von Reichenberg

Als Sohn eines Medizinprofessors in Heidelberg geboren, absolvierte von Oettingen eine Ausbildung als Landwirt und studierte anschließend u.a. an der Universität Marburg. Nach dem Arbeitsdienst wurde er zur Wehrmacht eingezogen und avancierte zum Offizier. Wegen Widerstandes mit Waffen gegen die Staatsgewalt wurde von Oettingen 1944 zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Es gelang ihm, aus der Haft zu fliehen. 1945 erfolgte in Abwesenheit seine Verurteilung zum Tode. Bis 1946 war von Oettingen in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Danach arbeitete er als Werbeagent in der Bundesrepublik, der Schweiz und in Frankreich. Nach erneuter Verhaftung, diesmal wegen seiner Kontakte in die DDR, siedelte von Oettingen 1957 in diese über und arbeitete seitdem als freischaffender Schriftsteller.

Von Oettingen schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele, darunter die Romane „Rührt euch, wenn ihr könnt“ (1957), „Spielbankaffaire“ (1957), „Bitte sterben zu dürfen“ (1959) und „Rostiger Ruhm“ (1970). 1981 erschienen seine Erinnerungen „Abenteuer meines Lebens: Irrwege und Einsichten eines Unbedachten.“

Grabstätte: Lageplan-Nr. 52