Friedpark: Parkfriedhof Lichterfelde
  Gedächtnisstätte

Prof. Dr. phil. Carl Otto Robert Peter Paul Graebner

geboren am: 29.06.1871
gestorben am: 06.02.1933

 

Botaniker
 

Der am 29. Juni 1871 in Aplerbeck/Kr. Hörde geborene Paul Graebner ging einen anderen Weg als seine Botaniker-Kollegen. Er absolvierte eine Gärtnerlehre und begann ein Studium an der Königlichen Gärtnerlehranstalt in Wildpark bei Potsdam, welches Graebner aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste. Im April 1891 ging er als Volontär an den Botanischen Garten in Berlin-Schöneberg, wo Paul Ascherson den intelligenten jungen Mann zu seinem privaten Assistenten ernannte. In einem kurzen Zeitraum machte Paul Graebner das Abitur und holte das Studium nach. Am 1.12.1895 trat er eine Stelle als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an; bald danach wurde G. Assistent am Botanischen Museum. Er verfügte über umfangreiche praktische Erfahrungen, weshalb Graebner auch zum unentbehrlichen Mitarbeiter beim Aufbau des neuen Botanischen Gartens in Dahlem (ab 1899) wurde. Der Botaniker stellte mit seiner urwüchsigen Art ein Original dar.

Von G. erschienen ca. 170 Publikationen, was seine Vielseitigkeit beweist. Das von Ascherson und ihm verfasste Werk, die „Synopsis der mitteleuropäischen Flora“ (erschien ab 1894), setzte später Graebners Sohn Paul fort. Im Jahre 1901 kam Graebners Schrift über „Die Heide Norddeutschlands und die sich anschließenden Formationen“ heraus; 1911 publizierte er ein „Taschenbuch zum Pflanzenbestimmen“ (im Kosmosverlag). Nach Paul Aschersons Tod erfolgte die Ernennung Paul Graebners zum Professor – er erhielt eine Lehrberechtigung an der Universität.

Krankheit prägte seine letzten Lebensjahre. Paul Graebner starb am 6. Februar 1933 und fand seine letzte Ruhe neben seinem Freund und Förderer Paul Ascherson auf dem Parkfriedhof Lichterfelde am Thuner Platz.
Grablage: Abt. 5, Am Rosenfeld