Friedpark: Friedhof Baumschulenweg (alter und neuer Teil)
  Gedächtnisstätte
Verfolgter des Naziregimes

Erich Markowitsch

geboren am: 09.04.1913
gestorben am: 09.04.1991

 

Direktor vom Eisenhüttenkombinat Ost
 


Erich Markowitsch wurde in Berlin geboren. Nach seinem Schulabschluß war er als Hafen- und Lagerarbeiter tätig.

1930 wurde er Mitglied der KPD und war in Hamburg politisch tätig. Für seine politische Arbeit wurde er 1933 verhaftet und zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt. Inhaftiert wurde er in Fuhlsbüttel und anschließend im KZ Sachsenhausen. 1942 –1944 wurde er zur Zwangsarbeit ins IG Farben-Lager Buna-Monowitz bei Ausschwitz verpflichtet. Von hier kam er 1944 ins KZ Buchenwald, wo er Mitglied des illegalen Lagerkomitees war.

Nach seiner Entlassung arbeitete er in leitenden Stellungen der Polizei Thüringens.

1946 trat Erich Markowitsch der SED bei. Zunächst wurde er Kaderleiter der Maxhütte Unterwellenborn.
Das neu erbaute Eisenhüttenkombinat Ost hatte viele Produktionsprobleme. Aufgrund seiner Leitungserfahrung wurde er zum Werkdirektor des Eisenhüttenkombinates Ost berufen. Sein Leitungsstil brachte eine Produktionssteigerung, aber seine Kaderpolitik fand nicht immer die Zustimmung der Parteikontrolleure. Nachdem Erich Markowitsch1956 Mitglied des Nationalrates der Nationalen Front und 1958 Abgeordneter der Volkskammer war, wurde er 1959 Mitglied der Regierung, in der er u.a. Minister und Mitglied des Volkswirtschaftsrates war.

1960 wurde neben dem Roheisenwerk das Kaltwalzwerk errichtet. Auftretende Produktionsschwierigkeiten machten es erforderlich 1967 Erich Markowitsch wieder die Leitung des Eisenhüttenkombinates Ost zu übertragen.

Bis zu seinem Ruhestand war er an der Spitze des Werkes.

Grabstelle: Neuer Teil, V.d.N., Reihe 1