Friedpark: Zentralfriedhof Friedrichsfelde
  Gedächtnisstätte

Richard Gladewitz

geboren am: 30.08.1898
gestorben am: 23.11.1969

 

Publizist

 

Am 30.08.1898 wurde Richard Gladewitz in Zwickau geboren und erlernte den Kellnerberuf.

Bereits in jungen Jahren stieg er voll in die politische Arbeit ein. Er wurde 1923 Vorsitzender der Ortsgruppe der KPD in Cuxhaven und war von 1928/29 Sekretär der Roten Hilfe Deutschlands im Erzgebirge. Nach 1933 begann er mit seiner illegalen Tätigkeit in Deutschland und nahm an Parteikonferenzen teil, bevor er 1936 in die Tschechoslowakei emigrieren musste.

Richard Gladewitz nahm von 1937 bis 1939 am Spanischen Bürgerkrieg teil.

Während seiner Emigration in Frankreich war er Mitglied der Resistance, einer Vereinigung, die sich um politische Flüchtlinge und Kampfaktionen gegen den Krieg kümmerte. Bis 1944 wurden dort über 5 Millionen Flugblätter hergestellt und verteilt. Man besorgte gefälschte Dokumente für neue Identitäten und schmuggelte Leute in Betriebe, Häfen und Flugplätze zur Sabotage ein.

Während seiner Arbeit im Untergrund hatte er sich in den jeweiligen Staaten, in denen er operierte, Decknamen zugelegt (z.B. Kurt Lang in Moskau, Baum in der CSR und Henry Berger in Frankreich).

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er zunächst in der Landesleitung der SED in Sachsen tätig, bevor er 1945 Abteilungsleiter des 'Berliner Rundfunks' und anschließend 1952 Redakteur der 'Täglichen Rundschau' wurde.

Seine politische Laufbahn setzte er fort, indem er der Gesellschaft für Sport und Technik des Zentralverbandes angehörte und von 1956 – 1962 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marxismus-Leninismus beim ZK der SED war.


Grablage: Friedhofsrundgang