Friedpark: Georgen-Parochial-Friedhof I
  Gedächtnisstätte

Dr. Ing. e.h. Richard Pintsch

geboren am: 19.02.1840
gestorben am: 06.09.1919

 

Unternehmer, Konstrukteur

 


Im väterlichen Unternehmen, der Julius Pintsch AG, absolvierte er seine Lehre. Gemeinsam mit seinen Brüdern übernahm er im Jahre 1879 die Firma seines Vaters Julius Pintsch, die ein betriebssicheres Beleuchtungssystem, unter Verwendung von (Ölgas) „Pintschgas“ für die Beleuchtung von Eisenbahnwagen produzierte.

In erster Linie war er aber Gasfachmann. Richard Pintsch hat wesentlich dazu beigetragen, den englischen Einfluss in der deutschen Gastechnik zu brechen. 1890 wurde das gegründete Zweigwerk in Fürstenwalde um die Glühlampenfabrik Gebrüder Pintsch erweitert.

Sogar Flugzeuge wurden in einem Pintsch-Werk in Österreich produziert. Das bekannteste Flugzeug war die „Julius Pintsch AG Wien SCHWALBE II“. Diese flog mit der
Kennung „OETAA“ in der Zwischenkriegszeit bei den österreichischen Luftstreitkräften.

Richard Pintsch brachte 1886 gemeinsam mit Dr. Auer von Welsbach den ersten Gasglühlicht brauchbaren Bunsenbrenner heraus, der den Siegeszug des Auer-Lichtes ermöglichte.

Später wandte er sich der Wasserstofftechnik und der Ballonfahrt zu. Richard Pintsch war Mitglied der Akademie des Bauwesens und Ehrenmitglied des
„Vereins zur Förderung des Gewerbefleißes“.

Nach ihm wurde die Pintschallee in Neukölln, Ortsteil Britz, benannt.


Grabstelle: Hauptgang Tempelgrabmahl