Friedpark: Zentralfriedhof Friedrichsfelde
  Gedächtnisstätte

Gedenkstätte der Sozialisten

Rudolf Breitscheid

geboren am: 02.11.1874
gestorben am: 24.08.1944

 

Ökonom, Politiker
 


Rudolf Breitscheid wurde in Köln geboren.

Nach dem Studium der Nationalökonomie in München und Marburg
promovierte er 1898 zum Thema
'Die Landpolitik in den australischen Kolonien'.

Breitscheid arbeitete als Redakteur und Korrespondent für bürgerlich liberale Zeitungen.

Seine politischen Ansichten brachte er in der
liberalen Freisinnigen Vereinigung (DV) zum Ausdruck.

Den Parteizielen stand er sehr kritisch gegenüber.
Deshalb wechselte er mehrmals die Partei.

Mit der Vereinigung von USPD und MSPD 1922
zur Sozialdemokratischen Partei (SPD) kehrt er dorthin zurück.
Er wurde deren Außenpolitischer Sprecher.

Nach der Machtübernahme Hitlers mussten er und seine Frau Tony Drevermannn
nach Frankreich emigrieren.

1942 kamen beide in das Konzentrationslager Sachsenhausen
und von da aus im September 1943 ins KZ Buchenwald.

Breitscheid überlebte einen Luftangriff auf die Hallen des Gustloff-Rüstungswerkes nicht.
Seine Frau konnte gerettet werden.

Breitscheid wurde auf dem Südwestfriedhof der Berliner Stadtsynode in Stahnsdorf beerdigt.
Heute wird es als Ehrengrab der Stadt Berlin gepflegt.

In der Gedenkstätte der Sozialisten erhält er eine Gedenktafel
beim Stein 'Die Toten mahnen uns'.