Friedpark: Friedhof In den Kisseln
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Gottlob Georg Friedrich Münsinger

geboren am: 19.02.1873
gestorben am: 25.02.1949

 

Kommunalpolitiker,Bürgermeister von Spandau
 
Der im Würtembergischen Schaffhausen geborene Münsinger erlernte nach der Volkshochschule den Beruf eines Werkzeugmachers. Nachdem er seinen Militärdienst absolviert hatte, ging er als Geselle auf Wanderschaft durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz. Als Gewerkschaftler war er 1908 Geschäftsführer und Bevollmächtigter des Deutschen Metallarbeiterverbandes in Rathenow und Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in R. Er siedelte nach Köln um als er 1912 zum Bevollmächtigten des Deutschen Metallarbeiterverbandesverbandes in Köln gewählt wurde. Ab 1914 beim Heeresdienst wurde er 1917 von der Firma Siemens für das Wernerwerk angefordert. Ende 1918 wird er Vorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrates der Firma Siemens und Halske. Als Sozialdemokrat wird er 1919 in die Stadtverordnetenversammlung von Berlin gewählt. Von 1922 bis zum Machtantritt der Nazis im Jahre 1933 ist er Stadtrat im Bezirk Spandau. 1933 wird er von den Nationalsozialisten aus dem Amt entlassen. Nach dem Krieg bekleidete er das Amt des Bezirksbürgermeisters von Spandau bis 18.01.1949. Anlässlich seines 75.Geburtstages, 1948, verlieh die Stadt ihm den Ehrentitel-Stadtältester. Eine Straße und ein Park sind in Spandau nach ihm benannt.

Grablage: Bürgermeisterfeld 5/6