Friedpark: Waldfriedhof Dahlem
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Dr. Wolfgang Rothkegel

geboren am: 20.03.1919
gestorben am: 24.12.1980

 

Chemiker, Kommunalpolitiker (CDU)
 
Wolfgang Rothkegel wurde in Berlin geboren. Hier legte er 1938 das Abitur ab und studierte danach an der Universität Breslau Chemie, Physik, Mathematik und Medizin. Ab 1944 hielt sich Rothkegel in Breslau bei Freunden versteckt, um so dem Kriegsdienst zu entgehen. Außerdem befürchtete er die üblichen Repressalien der Nazis, da er nicht hundertprozentig „arischer Abstammung“ war. 1945 kehrte Rothkegel nach Berlin zurück, promovierte 1946 an der Technischen Hochschule Berlin im Fach Chemie und wurde Mitglied des Bezirksparlaments von Berlin-Wilmersdorf. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der CDU und der Jungen Union in Berlin und engagierte sich besonders für die Aussöhnung mit Israel sowie für die Freundschaft mit den USA. Von 1950 bis 1958 arbeitete Rothkegel dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Max-Planck-Institut der Freien Universität in Berlin und von 1957-1961 war er Vorsitzender des CDU-Landesverbandes. In den darauf folgenden Jahren fungierte Rothkegel als Stadtrat für Bauwesen (ab 1965 stellv. Bezirksbürgermeister) und hatte während dieser Zeit auch die Idee zur Einrichtung eines „Kummer-Telefons“ in Berlin. 1971 erfolgte seine Wahl zum Bezirksbürgermeister von Berlin-Zehlendorf, ein Amt, das er bis zu seinem Tode inne hatte. Die Verdienste Rothkegels wurden mehrfach, auch international gewürdigt. Er war zweifacher Träger des Bundesverdienstkreuzes.

Grabstelle: Feld 009/186, Abt. 30 A - 2

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