Friedpark: Friedhof Lichtenrade
  Gedächtnisstätte

ehem. Ehrengrab

Max Gülstorff

geboren am: 23.03.1882
gestorben am: 06.02.1947

 

Staatsschauspieler
 

 

 

Nach seinem Schauspielunterricht bei dem Hofschauspieler Georg Link, spielte er an verschiedenen Theatern. Unter anderen stand er in Rudolstadt und am Neuen Stadttheater in Cottbus auf der Bühne. 1911 ging er an das Schillertheater nach Berlin. Der berühmte Theaterregisseur Max Reinhardt engagierte ihn 1915 am Deutschen Theater. Da Max Gülstorff ein begnadeter Komiker war, sah man ihn vor allen Dingen in komischen Rollen. Bald war er auf vielen Berliner Bühnen zu Hause. So spielte er unter anderem am Großen Schauspielhaus, am Komödienhaus und an der Volksbühne.

 

Er wusste aber auch in vielen anderen Genres zu überzeugen. Für das neue Medium Film entdeckt,  begann seine Filmkarriere unter der Regie von Richard Oswald im deutschen Stummfilm „Das unheimliche Haus“. Mit ihm drehte er auch „Freitag der 13.“.

Er arbeitete ab 1916 insgesamt 30 Jahre für den Film. Die kleinlichen Spießer und überkorrekte Beamte waren seine Paraderolle. In seiner persönlichen Note konnte er Beklommenheit, Genierlichkeit und Zartheit ausdrücken. So brillierte er 1937 im „Zerbrochenen Krug“ und 1944 in der „Feuerzangenbowle“ an der Seite von Heinz Rühmann. Mit dieser köstlichen Komik spielte er in 140 Filmen mit. Am 6. Februar kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres starb er in Berlin.

Sein  Grab gehört heute zu den vom Land Berlin betreuten Ehrengräbern. Die Pflege wird  aus finanziellen Gründen Ende 2008 aufgegeben.

 

 

 

Grabstätte: Abt. 16-W-614/615A