Friedpark: Friedhof Zum Heiligen Kreuz
  Gedächtnisstätte

Hermann Röder

geboren am: 14.11.1892
gestorben am: 04.06.1937

 

Pilot, Flugpionier
 

Hermann Röder studiert nach seiner Schulzeit an der Technischen Hochschule in Dresden. Im Jahre 1912 startete er seinen ersten Alleinflug, bevor er am 06.September 1913 in einem Eindecker sein Pilotenzeugnis erwirbt. Zu diesem Zeitpunkt ist er bei Gustav Schulze in Madel, bei Burg, an dessen Flugschule angestellt. Bereits ein Jahr später, wird er Chefpilot der Bayrischen Motoren- und Flugzeugwerke in Nürnberg. Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges geht er zum Militär und wird dort als Bomber- und Erkundungspilot eingesetzt. Im Rang eines Oberstleutnant befehligt er Einheiten im Orient und in den Dardanellen. In einer Albatros B flog er laut Befehl von Herkulesbad (Ungarn) in neuneinhalb Stunden nach Konstantinopel, wobei er als Einziger von 8 gestarteten Piloten das Ziel erreichte.

 

1922 tritt er in das Hauptbüro von Junkers ein und wird zeitweise der persönliche Pilot von Hugo Junkers, und kann 1925 schon auf 100.000 Flugkilometer zurückblicken. Mit einer Junkers F13 flog er dann ein Jahr später nach Bangkok, und hielt mit dieser Maschine mehrere Weltrekorde.

 

Hermann Röder erhielt 1930 das Junkers-Flugkapitän-Diplom und am 30. Juni 1930 wird sein Angestelltenverhältnis von Junkers gekündigt. Einige Jahre später wird er abermals persönliche Pilot, diesmal von Koppenberg und übernimmt ab 1937 die Leitung der Junkers-Werkfliegerschule.

 

Bei einem Flug von Dessau nach Berlin stürzt er am 04. Juni 1937 ab.

Er wird auf den Kirchhof Zum Heiligen Kreuz bestattet, aber leider befindet sich die Grabstelle dort nicht mehr.