Friedpark: Friedhof Zum Heiligen Kreuz
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Dr. Adolf Mast

geboren am: 30.07.1873
gestorben am: 22.06.1967

 

Politiker, Stadtältester
 

 

Adolf Mast wurde am 30.07.1873 in der Nähe von Holzminden geboren. Nach Abschluss der Volksschule, erlernt er den Beruf eines Maurers und besucht eine Bauschule. Später stellte ihn die Baufirma Holzmann ein, und er arbeitete dann in der Tiefbauabteilung.

 

Im Jahre 1905 gründete Adolf Mast mit dem Kaufmann Oscar Kaiser seine eigene Firma für Beton- und Tiefbau. Viele innovative Ideen verhalfen der Firma in der aufstrebenden Metropole Berlin zu Anerkennung und vollen Auftragsbüchern.

 

Während dieser Zeit begann er sich für die Politik zu interessieren, und besuchte oft die Sitzungen des Reichstags und des Preußischen Abgeordnetenhauses. 1910 wurde er dann in die parlamentarische Vertretung der Gemeinde Tempelhof gewählt. Mit Beendigung der Novemberrevolution gründete er die Deutsche Demokratische Partei.

 

Sein Bekenntnis zum Freimaurertum im Dritten Reich brachten ihm keine Probleme, zumal die Logen sich 1935 sowieso auflösten. Die Firma Mast profitierte im 2. Weltkrieg vom verstärkten Bau von Bunkeranlagen. Aber auch die Mast AG geriet in der Nachkriegszeit in eine Schieflage, da sie viele Arbeitsgeräte und Mitarbeiter verloren hatte. Otto Mast, der Sohn, übernahm dann die Führung der Firma und führte sie wieder zur alten Stärke zurück. Unter anderem war man auch für den Bau des Sommerbades im Volkspark zuständig.

 

Am 22.Juni 1967 starb Adolf Mast. Ein Ehrengrab mit seiner Frau befindet sich auf dem Friedhof Zum Heiligen Kreuz. Auf dem Grabmahl steht das betrübliche Fazit: “Arbeit und Sorgen waren ihr Leben“.

 

Grabstelle: 2G4-1-23/24