Friedpark: Tempelhofer Parkfriedhof
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Werner Stephan

geboren am: 20.05.1917
gestorben am: 17.08.1957

 

Feuerwerker bei der Berliner Polizei
 

 

 

Werner Stephan lebte mit seiner Frau und seinem Sohn in Berlin-Tempelhof.

In seiner Jugend wollte er bereits zur Polizei und dort  schaffte er es nach seiner Ausbildung bis zum Polizeiobermeister. Der Polizeiobermeister Stephan wurde 1937 zur Wehrmacht eingezogen. Dort ließ er sich zum Feuerwerker ausbilden. 1946 kam er aus russischer Gefangenschaft zurück und nahm gleich seine Tätigkeit bei der Polizei auf.

Im Jahre 1952 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. In seiner Dienstzeit hatte er viele tausend Bomben, zehntausende Granaten und andere Sprengkörper bei den Enttrümmerungs- und  Aufräumarbeiten, die in Berlin gefunden wurden, unschädlich gemacht.

Am17.08.1957  ist er auf dem Sprengplatz der Polizei in Berlin-Grunewald  bei einer Bombenentschärfung  durch Explosion ums Leben gekommen.

Auf Anordnung des damaligen Polizeipräsidenten wurde ein Ehrenbegräbnis beschlossen.

An dem Ehrenbegräbnis nahmen Ehrenabteilungen der Polizei, des Senats und des Verbandes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen, bei dem Werner Stephan Ehrenmitglied war, teil. Zirka 8000 Berliner Bürger gaben ihm am 23.8.1957  auf dem Städtischen Friedhof in Tempelhof das letzte Geleit. Bürgermeister Amrehn würdigte in seiner Gedenkrede die Verdienste des Verstorbenen.

Am 18.5.1958 wurde die 1. Oberschule des praktischen Zweiges in Alt Tempelhof, Manteufelstraße, auf den Namen  „Werner Stephan“ getauft. Sein Sohn besuchte diese Schule.

Durch seinen Tod wurden  neue Methoden für die Entschärfung des Sprengstoffes geschaffen.

 

Grablage: Abt. 12-113/114