Friedpark: Heidefriedhof Tempelhof
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Otto Burgemeister

geboren am: 27.05.1883
gestorben am: 31.01.1957

 

Kommunalpolitiker
 

 

 

 

Otto Friedrich Burgemeister besuchte die Volksschule und lernte danach in einem Anwalts- und Notariatsbüro. Er beendete seine Lehre als Anwaltsgehilfe. Mit 20 Jahren war er bereits Bürovorsteher. 1905  kam er nach Berlin, in die Gemeinde Tempelhof. Hier wurde er 1913 Mitglied der SPD. Vor dem 1. Weltkrieg wurde er zum Gemeindeverordneten gewählt und außerdem bekleidete er in der Gemeinde Tempelhof das Amt eines Gemeindeschöffen.

Von 1919 bis 1933 war Burgemeister Funktionär des Zentralverbandes der Angestellten in Berlin und SPD-Mitglied des Berliner Stadtparlaments.

Er vertrat 1929 und 1933 Tempelhof in der Stadtverordnetenversammlung. Er war ein aktiver Genosse der SPD. Kurz vor Auflösung der SPD durch die Nazis wurde er Mitglied im Preußischen Landtag. In der Hitlerzeit hatte man für ihn keine Verwendung mehr. Er verlor alle seine Ämter und wurde mehrmals in Schutzhaft genommen.

Am 1.5.1945 übernahm er den Posten des Ortsbürgermeisters in Berlin-Marienfelde und am 24.10.1947 wurde er von der Bezirksverordnetenversammlung zum Bezirksbürgermeister von Berlin-Tempelhof benannt. Dieses Amt hatte er bis 1951 inne.

An seinem 73. Geburtstag wurde Otto Burgemeister die besondere Ehre zuteil, von Senat und Abgeordnetenhaus zum Stadtältesten von Berlin ernannt zu werden.




Grablage: Feld E VII-283