Friedpark: Invalidenfriedhof
  Gedächtnisstätte

Gustav Friedrich Gottlob von Kessel

geboren am: 18.11.1760
gestorben am: 18.09.1827

 

Offizier
 

Das Invalidenhaus, dessen Kommandant Gustav Friedrich von Kessel die letzten acht Jahre seines Lebens war, ging auf eine Stiftung von König Friedrich II. zurück. Es wurde im Jahr 1748 fertiggestellt und diente der Versorgung erwerbsunfähiger und invalider Offiziere und Soldaten. Die Nähe zur Charité war durchaus beabsichtigt. Zu dem gesamten Gebäudekomplex gehörte auch ein Anstaltsfriedhof, der sich unmittelbar an die Anlage anschloss.


Gustav Friedrich von Kessel fiel dem preußischen König während einer Parade durch seine Körpergröße auf.
Er kam 1780 nach Potsdam ins 1. Bataillon der Leibgarde. Im Feldzug gegen Frankreich 1793/95 wurde er zum Leutnant und 1797 zum Stabskapitän befördert. Im Jahr 1806 während der Schlacht um Auerstädt geriet er in französische Gefangenschaft, wurde später aber ausgetauscht. Nach mehreren Kommandostellen wurde von Kessel 1813 zum Kommandanten von Potsdam ernannt und zum Generalleutnant befördert.
In den Jahren 1819 bis 1827 übertrug man ihm das Kommando über das Invalidenhaus.

Wenn man den Invalidenfriedhof von der Scharnhorststraße aus betritt trifft man direkt auf der Wegkreuzung zu den Grabfeldern A, B, C und D auf die Grabstätte des ehemaligen Invalidenhauskommandanten.

Seine Grabplatte wurde von der Königlichen Berliner Eisengießerei gefertigt.