Friedpark: Parkfriedhof Lichterfelde
  Gedächtnisstätte

Wilhelm August Forthmann

geboren am: 20.08.1870
gestorben am: 09.11.1934

 

Wirtschaftssachverständiger, Unternehmer
 

Wilhelm Forthmann absolvierte nach dem Vorbild seines Vaters eine kaufmännische Ausbildung. Um sein Wissen mit eigenen Erfahrungen zu paaren, reiste Forthmann, beauftragt durch die Eisengießerei und Maschinenfabrik „Hollersche Garlshütte“ (Rendsburg),
mehrere Jahre durch Europa. Die Vereinigten Flanschenfabriken und Stanzwerke AG in Hattingen holten ihn 1901 als Direktor in ihr Unternehmen. Im Jahr 1904 übersiedelt
Wilhelm Forthmann nach Berlin und übernahm die Direktion der Thomas-Phosphatfabriken.
In das Syndikat der Kalisalzindustrie von Staßfurt wurde er 1907 erst zum Direktor und später als Generaldirektor berufen.

Wilhelm Forthmann war Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Unternehmen, u. a. in der Chemischen Fabriken Fahlberg-List AG, der Zentralgenossenschaft deutscher Molkereien eGmbH und in der Industrie Gasverwertung AG.
Sein berufliche Karriere wurde durch ein schweres Eisenbahnunglück am 24.08.1924 im schweizerischen Kanton Tessin bei Bellinzona beendet und er ging in den vorzeitigen Ruhestand. Trotzdem war er bis 1928 noch als Sachverständiger im 1920 gegründeten Reichswirtschaftsrat und im Reichseisenbahnrat der Weimarer Republik tätig.

Für sein Wirken wurde Forthmann
von der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg zum Ehrensenator ernannt.
Er verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit an den Folgen einer Operation
im Martin-Luther-Krankenhaus in Berlin.
Forthmanns Grabstelle ziert eine Rehgruppe, die seine Frau errichten ließ,
da er ein leidenschaftlicher Jäger war.

Grabstelle: FiW66