Friedpark: Dorotheenstädtisch-Friedrichwerderscher Friedhof I
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Prof. Franz Krüger

geboren am: 10.09.1797
gestorben am: 21.01.1857

 

Maler
 


Krüger, in Großbadegast bei Köthen als Sohn eines Amtsverwalters geboren, zeigte bereits als Schüler künstlerisches Interesse und Talent. So nahm ihn sein Vater 1812 vom Gymnasium und schickte ihn mit nur 15 Jahren an die Berliner Akademie der Bildenden Künste. Die anfängliche Neigung zu naturalistischen Tierdarstellungen, insbesondere von Pferden, brachte ihm den Beinamen „Pferde-Krüger“ ein.

Bald interessierte sich auch der preußische Hof für das junge Talent und gab anlässlich des Geburtstages von Friedrich Wilhelm III. achtzehn Porträts von Mitgliedern der königlichen Familie in Auftrag. Mit seinen preußischen Paradebildern, wie die „Parade am Opernplatz“ (1824-29) mit der Darstellung prominenter Berliner Bürger in der Volksmenge, und als gefragter Porträtist wurde er zum beliebtesten Maler des Berliner Biedermeier. 1824 bestellte der spätere russische Zar, Großfürst Nikolaus von Russland, ein großes Paradebild, an dem Krüger fünf Jahre arbeitete.

Privat lernte er die bekannte Sopranistin Johanna Eunike kennen, die er 1825 heiratete. Inzwischen gehörte er zu den bedeutendsten preußischen Hofmalern, wurde 1826 Akademiemitglied und vom König zum Professor ernannt. Nach 1832 führte Krüger öfter Auftragsarbeiten aus, u. a. an den Höfen von Hannover und Schwerin.

1856 starb seine geliebte Frau. Dieser Verlust und der neue Zeitgeist verstärkten Hartigs jahrelangen Depressionen. Er hatte keinen Lebenswillen mehr und starb im Alter von 59 Jahren in Berlin. Franz Krüger ruht in dem Familiengrab an der Seite seiner Ehefrau Johanna Eunike. Grabstätte: Lageplan-Nr. 57

1913 wurde in Berlin-Prenzlauer Berg eine Straße nach ihm benannt.