Friedpark: Alter Zwölf-Apostel-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Hermann Knauer

geboren am: 20.02.1872
gestorben am: 05.02.1909

 

Unternehmer, Architekt
 
Hermann Knauer wurde am 20. Februar 1872 geboren. Nach entsprechender Schul- und Berufsausbildung gründete er 1892 gemeinsam mit dem Architekten Paul Boswau die gleichnamige Firma Boswau & Knauer, die 1922 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.
Das Leistungsprofil der Firma lag vorwiegend in der Ausführung von Hoch-, Skelett- und Siedlungsbauten und in der Erbringung von Architektenleistungen.
Die Firma Boswau & Knauer GmbH beschäftigte viele renommierte Architekten in einem eigenen Büro.
So waren hier auch die Architekten Johann Emil Schaudt, Otto Rehnig und Albert Fröhlich für die Firma tätig.
1905 übernahm die Firma Boswau & Knauer die begonnenen Bauarbeiten an der Oestertalsperre, nachdem mehrere andere Baufirmen in Konkurs gingen. Am 31. Juli 1907 fand die Eröffnung der Talsperre statt.
Das Grand Hotel Esplanade und das Hotel Excelsior wurden vom Architekten Otto Rehnig entworfen und von der Firma Boswau & Knauer ausgeführt.
Der Architekt Albert Fröhlich, ebenfalls im Büro Boswau & Knauer angestellt, entwarf das Neue Schauspielhaus, auch als Theater am Nollendorfplatz bzw Metropol und Goya bekannt, welches dann in den Jahren 1905/1906 von der Baufirma Boswau & Knauer errichtet wurde. Ein weiteres Highlight war der Bau des Kaufhauses, welches am 27. März 1907 als das „Kaufhaus des Westens“ eröffnet wurde. Der Architekt des Kaufhauses war Johann Emil Schaudt.
Hermann Knauer starb im jungen Alter von nur 37 Jahren am 18. März 1909 und wurde auf dem Alten Zwölf-Apostel-Friedhof in Berlin-Schöneberg beigesetzt.
Nach Hermann Knauer ist eine Straße in Reinickendorf benannt.

Grablage : Grab nicht mehr vorhanden