Friedpark: Alter Zwölf-Apostel-Friedhof
  Gedächtnisstätte
Prof.
Paul Eduard Crodel

geboren am: 07.09.1862
gestorben am: 27.07.1928

 

Maler
 
Paul Eduard Crodel wurde am 07. September 1862 als Sohn von Eduard Heinrich Paul Crodel ( 1824-1907 ) in Cottbus geboren. Er entstammt einer historischen Künstler -und Malerfamilie, die sich über Generationen bis vor 1500 zurückverfolgen lässt.
Zu den wichtigsten und bekanntesten Vertretern der Malerfamilie zählen die Gebrüder Wolfgang Krodel und Martin Krodel sowie deren Söhne Mathias und Wolfgang. Ihre Schaffensjahre lagen von Anfang des 16. Jahrhunderts bis Anfang des 17. Jahrhunderts.
Paul Eduard Crodel ging nach seiner Schul-und Lehrausbildung im Alter von 20 Jahren nach Weimar und studierte Kunst bei Theodor Hagen, einem stilprägenden Vertreter der Weimarer Malerschule. Weitere Schüler von Theodor Hagen waren unter anderem auch Christian Rohlfs und sein Meisterschüler Franz Bunke.
Sein Kunststudium führte Paul Eduard Crodel 1885 in Karlsruhe bei Hermann Baisch, einem der bekanntesten Freilichtmaler Deutschlands fort.
1888 ging er nach München. Er bildete sich auf Studienreisen im Ausland weiter. Seit 1891 gehörte er neben vielen anderen Künstlern, unter anderem auch seinem ehemaligen Lehrer Theodor Hagen, der Münchner Sezession an. Er bildete sich zu einem namhaften Landschaftsmaler heran.
Paul Eduard Crodel war auch an der Berliner Sezession beteiligt und leistete dort einen wesentlichen Beitrag als Landschaftsmaler.
Er erhielt für seine Leistungen auch internationale Auszeichnungen und seine Bilder sind in verschiedenen internationalen Museen vertreten. Auch werden seine Bilder auf dem heutigen Kunstmarkt verstärkt gehandelt.
Ein weiterer neuzeitlicher Vertreter der Krodelschen Malerfamilie ist Charles Crodel ( 1894-1974 ), ein Neffe von Paul Eduard Crodel.
Paul Eduard Crodel starb am 27. Juli 1928 und wurde auf dem Alten Zwölf-Apostel-Friedhof in Berlin-Schöneberg beigesetzt.

Grablage : Abteilung EO-L-114/117