Friedpark: Alter Zwölf-Apostel-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Dr. Gustav Wittfeld

geboren am: 27.10.1855
gestorben am: 24.09.1923

 

Ingenieur für Maschinenbau, Beamter
 
Gustav Wittfeld wurde am 27. Oktober 1855 als Sohn eines Tuchfabrikanten in Aachen geboren. Nach Abschluss der allgemeinen Schulausbildung besuchte er von 1874 bis 1878 die Königlich Rheinisch Westfälische Polytechnische Hochschule in Aachen und studierte Maschinenbau. Während seiner Studienzeit wechselte er an die Technische Hochschule Aachen.
Nach seinem erfolgreichen Studienabschluss und einem in dieser Zeit absolviertem Selbststudiums auf dem Gebiet der Elektrotechnik wurde Gustav Wittfeld bei der Preußischen Staatsbahn angestellt. Bis 1881 arbeitete er als Heizer auf einer Lokomotive und hiernach erhielt er eine Anstellung bei der Rhein-Weserbahn.
Weitere wichtige Lebensdaten waren :
1883 Abschluss des zweiten Staatsexamens und Erhalt eines Stipendiums des Ministeriums für öffentliche Arbeit
Zwischen 1883 und 1890 längere Studienreisen und Mitarbeit am Bau des Frankfurter Hauptbahnhofs
1890 Arbeit in der Zentralwagenwerkstatt in Dortmund
1892 Königlicher Eisenbahninspektor bei der Königlichen Eisenbahndirektion in Berlin
1895 Arbeit im Ministerium für öffentliche Arbeit
1901 Ernennung zum Regierungs- und Baurat
Aufgrund seines Elektrotechnischem Selbststudiums und seiner fortwährenden Weiterbildung auf dem Gebiet der Starkstromtechnik wurde Gustav Wittfeld zum gekrönten Fachmann in Deutschland. Sein Verdienst ist es auch, dass in Preußen begonnen wurde, die bestehenden Eisenbahnstrecken zu elektrifizieren.
1904 wurde er vom deutschen Kaiser zum Geheimen Baurat und 1908 zum Geheimen Oberbaurat ernannt.
1912 war er außerordentliches Mitglied in der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. 1917 verlieh ihm die Technische Hochschule die Ehrendoktorwürde. 1920 trat Gustav Wittfeld in seinen wohlverdienten Ruhestand. Aus gesundheitlichen Gründen wählte er 1923 den Freitod. Er wurde am 29. September 1923 auf dem Alten Zwölf Apostel Friedhof in Berlin-Schöneberg beigesetzt.

Grablage : Grab nicht mehr vorhanden