Friedpark: Waldfriedhof Zehlendorf
  Gedächtnisstätte

Inge (Gertrude) Landgut

geboren am: 23.11.1922
gestorben am: 26.05.1986

 

Schauspielerin und Synchronsprecherin
 

 

Inge Landgut agierte schon im Alter von drei Jahren auf der Kinoleinwand. Wenn man Gerüchten glauben darf, wurde sie von der Stummfilmikone Henny Porten im Buddelkasten entdeckt. Der Vergleich mit Shirley Temple, dem Kinderstar der USA liegt nah, da sie noch vor ihrem zehnten Geburtstag in 13. Filmen mitwirkt. In dem Film „Emil und die Detektive“, in der Rolle „Ponyhütchen“ von 1931, avancierte sie endgültig zum Liebling der Nation. Neben ihrer Film und Theaterarbeit besuchte sie das Gymnasium und studierte im Anschluss an der Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin. Sie hatte in der Zeit von 1939 bis 1944 Engagements auf Bühnen in Eisenach, Karlsruhe und Berlin. In den folgenden Jahren macht sie sich eher rar und spielt in Serien und Mehrteilern nur gelegentlich. Ab 1951 widmet sie sich vermehrt der Synchronisation. Sie ist die Stimme von Barbara Bel Geddes in der Serie „Dallas“, Sophia Loren, Ester Williams und vielen anderen. Besonders Erinnerung ist sicher die Stimme von Wilma, aus der Zeichentrickserie Familie Feuerstein. Ihren letzten Auftritt hat Inge Landgut, bereits erkrankt, 1984 in der Neuverfilmung von Schneeweißchen und Rosenrot. Am 29. Mai 1986 verliert sie den Kampf und stirbt an ihrem Krebsleiden. Neben ihrem Mann, dem Schauspieler und Regisseur, Werner Oelschläger findet sie ihre letzte Ruhestätte.

 

 

Das Grab befindet sich im Feld 040 – 429, unweit des Einganges Potsdamer Chaussee.