Friedpark: Friedhof In den Kisseln
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Franz Saskowski

geboren am: 23.03.1897
gestorben am: 14.03.1982

 

Kommunalpolitiker
 
Der in Berlin-Spandau, als Sohn eines Zimmermanns geborene Franz Saskowski, besuchte zunächst die Volksschule, schloss dann 1914 die Handelsschule und gleichzeitig eine Kaufmannslehre ab. Er begann seine erste berufliche Tätigkeit, wurde aber 1916 zum Kriegsdienst einberufen.
Zwischen den beiden Weltkriegen (1919-1939) war Saskowski dann beim Magistrat bzw. Bezirksamt Spandau angestellt und arbeitete später als Betriebskaufmann bei der Berliner Kraft- und Licht AG (Bewag).In dieser Zeit engagierte er sich auch ehrenamtlich mehrere Jahre im Kolpings-Gesellen-Verein, zum Teil in führender Position und war darüber hinaus in der Kath. Aktion als Leiter der Erwerbslosenhilfe karitativ tätig. In den Jahren 1924-1933 gehörte Saskowski der Deutschen Zentrumspartei an und wurde 1933 als Kandidat für die Stadtverordnetenwahl (sowie Bezirksverordnetenwahl in Berlin-Spandau) aufgestellt. Jedoch vereitelte die Machtübernahme der Nationalsozialisten diese politischen Ambitionen.
1940 wurde Saskowski das zweite Mal Soldat, überlebte den Krieg bzw. die russische Gefangenschaft, aus der er dann im Mitte 1945 zurückkehrte. Wieder bei der Bewag eingestellt, blieb er dort bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1954.
Politisch engagierte sich Franz Saskowski nach dem Krieg in der CDU. Als Mitbegründer des Kreisverbandes Spandau übernahm er im Ortsverband Spandau-Wilhelmstadt verschiedene Funktionen. Ende 1948 wurde er dann zum Bezirksverordneten gewählt, arbeitet in diversen Ausschüssen mit und leitete über mehrere Jahre die Fraktion seiner Partei. Die Bezirksverordnetenversammlung wählte ihn für die Zeit von 1951-54 und dann ab 1967 zu ihrem stellvertretenden Vorsteher.

Die verdienstvolle politische und karitative Arbeit von Franz Saskowski wurde am 27.9.1971 mit seiner Ernennung zum Stadtältesten von Berlin gewürdigt.

Grabstelle: Bürgermeisterfeld 23/24

jae