Friedpark: Friedhof In den Kisseln
  Gedächtnisstätte

Kaethe Heinemann

geboren am: 10.11.1891
gestorben am: 06.04.1975

 

Pianistin, Musiklehrerin
 

 

 

Käthe Heinemann, die Tochter des Komponisten Wilhelm Heinemann, wurde am 10.11.1891 in Berlin Spandau geboren. Ihre Kindheit verbrachte sie in dem nach ihrem Vater benannten „ Heinemann Haus „ am Behnitz 5 in Spandau ( Nähe der Schleuse ). Der Vater hatte in diesem Haus das Spandauer Konservatorium gegründet. Käthe, die sehr begabt war, erlernte bei ihm das Klavierspielen und gab im Alter von 10 Jahren ihr erstes Konzert. Von den Musikkritikern wurde sie als „ Spandauer Wunderkind „ gefeiert. Zur Festigung ihres Könnens erhielt Käthe Heinemann Unterricht von dem Komponisten und Pianisten Eugen d’ Albert. Im Alter von 14 Jahren unterrichtete sie dann selbst begabte Mädchen und Jungen. 1915 ging sie für 2 Jahre an die Hüttnerhochschule für Musik nach Dortmund und übernahm die Meisterklasse.

1925 wurde sie in die Prüfungskommission der Berliner Hochschule berufen.

In den Jahren 1920 bis 1933 spielte Käthe Heinemann bei großen bekannten Orchestern ( Berliner und Wiener Philharmoniker, Leipziger Gewandhausorchester oder Kölner Gürzinisch-Orchester ). Ihre Klavierkonzerte wurden von berühmten Dirigenten, wie Arthur Nikisch, Otto Kleiber und Schwicht, geleitet. Nach dem 2. Weltkrieg hörte man sie auch in Begleitung des Rias-Symphonie-Orchesters und des Rias-Kammerorchesters.

Käthe Heinemann spielte noch im Alter von 80 Jahren und gab jedes Jahr ein Konzert in ihrem Heimatbezirk Spandau.

Als Ausgleich zum Klavier spielen, galt ihre Liebe dem Schwimmsport und so zog sie noch als Seniorin täglich im Militärbad der Wasserfreunde 04 ihre Bahnen.

 

 

                Grablage: Grab ist nicht mehr vorhanden