Friedpark: St. Matthias-Friedhof
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Eduard Bernoth

geboren am: 01.06.1892
gestorben am: 04.01.1972

 

Schriftsetzer, Kommunalpolitiker, Stadtältester
 

 

 

Bereits mit 14 Jahren, nach dem Tode seines Vaters, musste Eduard Bernoth auf eigenen Füssen stehen. Er erlernte den Beruf eines Schriftsetzers und arbeitete nach Beendigung seiner Lehre als Buchdruckfachmann. Schon während seiner Ausbildung trat er der christlichen Jugendbewegung bei. Später besuchte er soziale Lehrgänge.

In der Weimarer Republik wurde er Mitglied in der christlichen Gewerkschaft und in der Zentrumspartei. Wegen seiner politischen Gesinnung erhielt er 1933 bei Machtantritt der Nationalsozialiste Berufsverbot.

Nach Beendigung des 2. Weltkrieges gehörte Erich Bernoth, neben Andreas Hermes und Jacob Kaiser, zu den Gründungsmitgliedern der CDU. 1950 zog er als Kandidat der Berliner CDU ins Abgeordnetenhaus ein und übernahm die Leitung der Abt. Gesundheitswesen in Tempelhof. Sein Leitspruch war

                                                   „Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen“

Er forderte mehr Geld von der Sozialversicherung und der öffentlichen Hand für Gesundheits- und Vorsorgeeinrichtungen. 1955 wurde er erneut gewählt.

Von 1957 bis 1959 wurde er vom Regierenden Bürgermeister Willy Brandt zum Senator für Arbeit uns Soziales berufen.

Am 01.10.1963 ernannte der Senat von Berlin Eduard Bernoth zum Stadtältesten.

Heute ist u.a. im Stadtbezirk Tempelhof-Schöneberg eine Seniorenfreizeitstätte nach ihm benannt.

 

 

Sein Ehrengrab: Grabstätte Am Berg W 209