Friedpark: St. Matthias-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Erich Palm

geboren am: 26.01.1890
gestorben am: 11.03.1963

 

Komponist, Kapellmeister
 

 

 

Erich Palm, eines von 12 Geschwistern, wurde 1890 in Köln geboren und war der Sohn des legendären « Orjels Palm » aus Köln. Der Vater, Johann, Joseph Palm war ein Husar und Orgeldreher. Als Kriegsinvalide erhielt er vom Preußischen Staat eine Orgeldreher-Konzession und zog Tag für Tag durch die Strassen von Köln, um seine große Familie zu ernähren. Erich hatte die Begabung zur Musik von seinem Vater geerbt.

Über die Kindheit und Jugend sowie über die Ausbildung von Erich Palm ist nichts bekannt.

Er war Mitglied der NSDAP und galt als Hitleranhänger. In dieser Zeit schrieb er viele Militärmusiken u.a. das Heimatlied „Deutsch sein heißt treu sein“, welches die Nazis bei ihren zahlreichen Aufmärschen sangen.

Durch die Heirat des Volkssängers Willi Ostermanns mit der Schwester Erich Palms, einer Revuetänzerin, kam es zu einer Zusammenarbeit. Ostermann, der keine Noten kannte, schrieb die Texte seiner Lieder und Palm komponierte die Musik dazu und erstellte das musikalische Arrangement. So entstand u.a. das bekannte Lied „Wä hätt dat vun d’r tant gedaach“ ( Wer hätte das von der Tante gedacht ). Mit seinen Kompositionen verhalf Palm seinem Schwager zu einem populären Sänger der Kölner Karnevalsgesellschaft, der von seinen zahlreichen Auftritten unbeschwert Leben konnte.

Erich Palm schrieb auch die Musik zu vielen Filmen, die in den 30iger Jahren gedreht wurden

( Der sanfte Jacob, Krach im Forsthaus und Wenn die Mutter nicht zuhause ist ).

Eines seiner Lieder, die heute noch gespielt werden, ist der Schlager „Regentropfen, Die an mein Fenster Klopfen“, erstmals 1935 von Zarah Leander gesungen

Erich Palm verstarb 1963 und wurde auf dem St. Matthias Friedhof in Berlin beerdigt.

 

 

                              Grablage: Abt. 6