Friedpark: Waldfriedhof Zehlendorf
  Gedächtnisstätte

Walter Kampmann

geboren am: 04.12.1887
gestorben am: 12.12.1945

 

Maler, Graphiker
 
Friedensreich Hundertwasser besuchte 1948 eine Kunstausstellung, die sein Schaffen beeinflusst hat. In einem Interview sagte er: „Sehe ich Laternenlichter im Nebelregen und Bäume im Frost, dann denke ich an Walter Kampmann. Wenn man mich fragt welche Maler mich beeinflussten, gebe ich immer Walter Kampmann an.“

Walter Kampmann wird in Elberfeld am 4. Dezember 1887 geboren. Sein Interesse an Kunst und Malerei erwacht schon früh und so beginnt er auch eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Elberfeld. Nicht lange nach seinem eigenen Abschluss wird er dort Leiter der Schrift- und Graphikklasse. Mit der Übersiedlung nach Berlin, übernimmt er die Leitung der Fachklasse für Weberei und Strickerei, an der Fachschule für Textil- und Bekleidungsindustrie. Dort begegnet ihm auch, damals als Schülerin, seine spätere Frau Kat. 1935 heiraten sie. Beide sind Mitglied der Novembergruppe, einer 1918 gegründeten Künstlervereinigung. Deren Mitglieder werden nach Machtergreifung der Nationalsozialisten, verfolgt, verboten und meist wird ihnen die Arbeitserlaubnis entzogen. Zu dieser Gruppe gehörten auch Hanns Eisler und van der Rohe. Die Familie zieht mit ihren sechs Kindern, drei davon aus erster Ehe nach Rangsdorf. Schon schwer Herzkrank überlebt er die ständigen Hausdurchsuchungen und den Naziterror nicht und stirbt 1945.

Seine Werke sind heute fester Bestandteil der Berliner Kulturgeschichte. Eine handkolorierte Lithographie, mit eigenhändiger Signatur, aus dem Jahr 1929, wird derzeit mit 4000,- € bewertet.

Die Grabstätte konnte nicht ermittelt werden.