Friedpark: Parkfriedhof Lichterfelde
  Gedächtnisstätte

Dr. Heinrich Delbrück

geboren am: 16.07.1855
gestorben am: 03.07.1922

 

Jurist, Präsident des Reichsgerichts

 


Der in Berlin geborene Heinrich Delbrück war ein bedeutender und bekannter Jurist am Kammergericht, später Präsident des Reichsgerichts. Nach absolviertem Abitur studierte er Rechtswissenschaften. Mit Beendigung des Studiums begann seine berufliche Laufbahn als Gerichtsassessor. Zwischenzeitlich arbeitete er auch am deutschen Konsulat in London. Seine Rückkehr nach Berlin erfolgte im Jahre 1891, wo er zunächst als Landrichter zum Einsatz kam. Danach begann seine steile Karriere. Mit Eintritt in das Reichsjustizamt 1899 avancierte er zum Referenten für Verlagsrecht. In der schweren Zeit des Ersten Weltkrieges und der Revolution 1918 leitete Heinrich Delbrück als Ministerialdirektor und später als Unterstaatssekretär die Geschäfte der Reichs-Justizverwaltung. In dieser Funktion beteiligte er sich an der Ausarbeitung der Reichsverfassung im Jahre 1919, welche bis 1945 ihre Gültigkeit behielt. In den Jahren 1920 bis 1922 war er Präsident des Reichsgerichtes. Diese Position konnte er infolge einer schweren Krankheit nur eingeschränkt ausüben. Verstorben ist Heinrich Delbrück in Töstorf (Schleswig-Holstein).
Er war in zwei Ehen verheiratet, jeweils mit Töchtern des Architekten Martin Gropius.

Grabstelle: Abt. 27-11