Friedpark: Friedhof Pankow I
  Gedächtnisstätte
Baron
Theodor Hermann Killisch von Horn

geboren am: 15.07.1821
gestorben am: 23.11.1886

 

Jurist, Zeitungsgründer
 
T.H Killisch wurde als drittes von 16 Kindern eines Kanzleirates in Bromberg geboren. 1840 kam er nach Berlin, um dort bis 1843 das Studium der Philosophie mit Schwerpunkt Jura zu absolvieren. Schon während dieser Zeit fand er Anschluss an die Kreise der Politik und der Presse. Um seinen nicht reichen Wechsel aufzubessern, schrieb er unter anderem für die „Vossische Zeitung“.

Als Doktor der Rechte wurde er Auskultator am Berliner Stadtgericht und eignete sich dort ein gründliches juristisches Fachwissen an.

1852 ließ Killisch sich, inzwischen vermutlich durch erfolgreiche Börsenspekulationen wohlhabend geworden, von Friedrich Otto Leopold von Horn adoptieren. Denn nur mit Adelstitel hatte man Zugang zur „besseren Gesellschaft“, Geld allein zählte nicht.
Im gleichen Jahr heiratete er die reiche Kaufmannstochter Marie Antonie Weigel und hatte mit ihr sieben Kinder.

1855 gründete Killisch von Horn die „Berliner Börsen-Zeitung“, deren journalistischer und kaufmännischer Leiter er bis zu seinem Tod war.

Im Jahr 1856 kaufte er in Pankow die ehemalige Papiermühle mit ca. 2,5 Hektar Land für 18.000 Taler und ließ das Hauptgebäude zum Herrenhaus umbauen. Er stellte den Gärtner Wilhelm Perring ein, der das Gelände und die spätere Erweiterung des Anwesens auf 10 Hektar in einen wunderschönen Park, den heutigen Bürgerpark Pankow, verwandelte. Einen Teil des Parks durfte auch von der Bevölkerung genutzt werden.

T.H. Killisch von Horn erwarb zwischen 1871 und 1873 ein Gut in Reuthen in der Niederlausitz und siedelte 1876 dorthin um.
Er ließ sich dort ein Mausoleum errichten, weil er in einem Sarkophag über der Erde und nicht darunter bestattet werden wollte. Allerdings wurde in jenem Mausoleum niemand beigesetzt.

Nach seinem plötzlichen Tod, er starb an den Folgen seiner Zuckererkrankung, ließ seine Frau, allerdings erst 1904, das Mausoleum in Pankow errichten. Hierher ließ sie ihren Ehemann umbetten, die schöne Lage seinen Wünschen entsprach. Das Mausoleum befindet sich direkt neben dem Hauptportal des Bürgerparks. Eine Hälfte steht auf dem Friedhof, die andere schon auf dem Gelände des Parks.

Grabstelle: Mausoleum, Sarkophag nicht mehr vorhanden