Friedpark: St. Marien- und St. Nikolai-Friedhof I
  Gedächtnisstätte

Christian Wilhelm Brose

geboren am: 14.07.1781
gestorben am: 13.01.1870

 

Bankier, Kaufmann
 
Der Lebenslauf von Christian Wilhelm Brose könnte exemplarisch für das gesamte liberale Bürgertum dieser Zeit gelten.

Am künstlerischen Schaffen seiner Zeit nahm er regen Anteil. Dadurch hatte Christian Wilhelm Brose Kontakt zu verschiedenen Künstlern z. B.Carl Joseph Begas, Carl Blechen, Christian Daniel Rauch. Durch seinen Freund Friedrich Wilhelm Carl Knoblauch war er Beauftragter Rechnungsprüfer in dem, durch die Initiative von Wilhelm Humboldt gegründeten „Verein der Kunstfreunde im preußischem Staat“. Hier lernte er auch Peter Beuth kennen.

Christian Wilhelm Brose war noch in diversen anderen Institutionen tätig.

Nach der Heirat mit Henriette Fetschow wurde er von seinem Schwiegervater Heinrich Friedrich Gottlieb Fetschow als Partner in sein Geschäft (seit 1805 'H.F. Fetschow & Sohn') aufgenommen.

Seine christliche Nächstenliebe und die Unterstützung des technischen Fortschritts zeigten sich besonders deutlich in Niederschönhausen, wo er einen Sommersitz hatte. So hatte C. W. Brose zum 50. Jahrestag seines Einzuges dem damaligen Dorf eine Bibel, eine neue Turmuhr und Obligationen der Märkischen Eisenbahn als Geschenk vermacht. Die Zinsen sollten für Dorfarme oder andere wohltätige Zwecke genutzt werden. Dieser Sommersitz wurde von seinen Kindern und seinem Enkel vergrößert und anschließend der Gemeinde vermacht, der heutige Brosepark ist jederzeit für die Bevölkerung zugänglich.

Von seinen Mitmenschen und der königlichen Regierung hochgeschätzt, wurde ihm 1861 der Roten Adler-Orden Dritter Klasse mit Schleife verliehen.

Als Christian Wilhelm Brose mit 88 Jahren für immer die Augen schloss, hatte er 2 Ehefrauen, 4 seiner 6 Kinder und 1 Enkelkind überlebt. An diesem Tag wäre sein Freund Karl Friedrich Schinkel 89 Jahre geworden.

Grabstelle: Ostwand ein Mausoleum, Gebeine wurden aber umgebettet