Friedpark: Friedhof Baumschulenweg (alter und neuer Teil)
  Gedächtnisstätte

Anna Müller-Lincke

geboren am: 08.04.1868
gestorben am: 24.01.1935

 

Schauspielerin
 
Anna Müller-Linke (geborene Waldmüller) war eine erfolgreiche Schauspielerin auf verschiedenen internationalen Bühnen Europas und dann auch beim Stumm- und Tonfilm. Ihr Geburtsjahr wird auch mit 1869 angegeben.
Bereits im Alter von 4 Jahren soll sie beim Nationaltheater Berlin erstmals auf der Bühne gestanden haben. Nach der Heirat mit dem berliner Komponisten Paul Lincke (1893), von dem sie später wieder geschieden wurde, setzte sie ihre Karriere unter dem Namen Anna Müller-Lincke fort. Als Soubrette war sie mehrere Jahre auf Berliner Bühnen, u.a. am Metropol-Theater und am Deutschen Theater zu sehen.
Mit Engagements in Amerika, Frankreich, Russland, Dänemark und Holland erwarb sich Anna Müller-Linke dann internationale Anerkennung.
Auch die sich entwickelnde Filmbranche entdeckte die großartige Schauspielerin. Vor allem ihre Rollen in den ersten Filmkomödien lockten die Zuschauer in die Kinos und begeisterten das Publikum. Zu ihren frühen Filmen zählen „Das 11. Gebot“, „Vater und Sohn“, „Wo ist Coletti?“ oder „Die Erbtante“. Mit den anschließenden Rollen in vielen weiteren Filmproduktionen erreichte sie schnell den Höhepunkt ihrer Popularität.
In den 20er Jahren legte Müller-Linke dann eine längere Filmpause ein und zeichnete sich ansonsten vor allem in markanten Nebenrollen aus. Da ihr auch der aufkommende Tonfilm keine Probleme bereitet hat, blieb sie als vielbeschäftigte Schauspielerin dem Kino bis kurz vor ihrem Tode treu. Einige ihrer bekannten späten Filme waren z.B. „Namensheirat“, „Lumpenball“, „Berlin- Alexanderplatz“, „Arme, kleine Eva“, „Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?“, und „Der kühne Schwimmer“.

Grabstelle: Ein Grab ist nicht mehr vorhanden

jae