Friedpark: St. Marien- und St. Nikolai-Friedhof I
  Gedächtnisstätte

Carl Friedrich Wilhelm Knoblauch

geboren am: 17.09.1793
gestorben am: 04.08.1859

 

Fabrikant, Kommunalpolitiker
 
Carl Knoblauch wurde wie sein Bruder Eduard Knoblauch im Elternhaus (Knoblauchhaus) in Berlin geboren. Zeitig stand fest, dass er das Geschäft seines Vaters übernimmt.
1813 meldeten sich Carl Knoblauch und sein Vetter Wilhelm Keibel als Freiwillige zur preußischen Armee und nahmen an den Befreiungskriegen teil.

Nach seiner Heirat mit Henriette Keibel, seine Cousine, übernahm er die Firmen seines Vaters und seines Onkels. Gleichzeitig vereinigte er beide zu einer Firma
„Carl Knoblauch, vormals Keibel“.
Nach dem Tod seiner Frau im Jahre 1821, zog Carl Knoblauch mit seinen Kindern zu den Schwiegereltern. Ein Jahr später begann seine Mitgliedschaft im Bürger-Rettungs-Institut und der dazugehörigen „Von-Kircheisen-Stiftung“. Für 13 Jahre wurde er der Leiter dieser Einrichtung und blieb bis zu seinem Tode auch deren Mitglied.

Gleichzeitig ist Carl Knoblauch als 29jähriger zum unbesoldeten Stadtrat und zum Vorstandsmitglied der Kirche St. Nikolai und St. Marien gewählt worden. Auf Wunsch von Wilhelm von Humboldt wurde er 1824 zum Schatzmeister im „ Verein der Kunstfreunde im Preußischem Staat“. Darüber hinaus war Carl Knoblauch ein Mitbegründer und Mitglied des Kuratoriums der Städtischen Gewerbeschule. In den Jahren 1824 – 1851 fungierte er dann als Abgeordneter der Stadt Berlin in den Provinziallandständen der Mark Brandenburg. Während dieser Zeit stellte er dem Landtag u.a. seine Vorschläge zur Reform der Gewerbefreiheit vor.

Ferner ist überliefert, dass Knoblauch im Jahre 1828, gemeinsam mit Karl Friedrich Klöden und Christian Gottlieb Cantian, die Verantwortung für die Herstellung und den Transport der großen Granitschale vor dem Alten Museum übernommen hatte. Sein Engagement für die Stadt Berlin wurde 1832 mit der Ernennung zum Stadtältesten gewürdigt. 1848 war Carl Knoblauch Abgeordneter zur Preußischen Nationalversammlung.

Der Tod ereilte ihn mit 66 Jahren in Halle, er wurde jedoch in Berlin bei seiner Familie beigesetzt.

Grabstelle: Feld P