Friedpark: Friedhof Nikolassee
  Gedächtnisstätte

Gerdt von Bassewitz

geboren am: 04.01.1878
gestorben am: 06.02.1923

 

Schauspieler, Schriftsteller

 




Gerdt von Bassewitz, aus mecklenburgischem Uradel stammend, wurde in Allewind bei Ulm als Sohn des Preußischen Beamten und Oberleutnant a.D. Eberhard von Bassewitz und dessen Ehefrau Agnes Thedens geboren.

Die Bassewitzer, deren Erben die Ländereien heute zum Teil wieder bewirtschaften, waren um jene Zeit schon im Umkreis von Wismar und Rostock ein verbreitetes und angesehenes Geschlecht mit reichlichem Grundbesitz.

Wie einige seiner Vorfahren wurde auch Gerdt von Bassewitz Leutnant der Preußischen Landwehr und Königlich Preußischer Oberleutnant a.D.
Danach ging er als Schauspieler ans Kölner Stadttheater und engagierte sich als Direktionsassistent. Zuletzt war Bassewitz als freier Schriftsteller in Berlin tätig. Seine Genres umfassen Gedichte, Kinderbücher, Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Als Autor wurde er berühmt durch sein bekanntes Märchenspiel „Peterchens Mondfahrt“. Dieses Kinderabenteuer nimmt jeden mit auf eine sowohl fantastische als auch romantische Reise zu den Sternen, ein Klassiker, der fast hundert Jahre alt ist und seit seinem Erscheinen Kinderherzen zu erfreuten und zu fesseln vermag. Ebenso beliebt sind die Versionen als Hörspiel, Theater-und Fernsehstück.
Gerdt von Bassewitz schrieb u.a. Dramen, die damals aufgeführt wurden, aber später in Vergessenheit gerieten. „Die Person Gerdt Bernhard von Bassewitz-Hohenluckow blieb zu seinen Lebzeiten unbekannt.“

Er war nicht verheiratet und nahm sich mit 45 Jahren das Leben, nachdem er in der Villa Siemens am Wannsee aus seinem Werk vorgelesen hatte.

Seine Grabstelle: D I 23/24 wurde 1957 eingeebnet und ist inzwischen neu belegt.