Friedpark: Friedhof Reinickendorf II
  Gedächtnisstätte

Otto Beyer

geboren im Jahr: 1885
gestorben im Jahr: 1962

 

Maler
 
Otto Beyer wurde in Kattowitz (ehemals Oberschlesien) geboren. An der Kunsthochschule Breslau studierte er um 1900, anschließend an der Akademie Königsberg (heute: Kalliningrad) bei Olaf Jernberg, der aufgrund seiner Berufung im Jahre 1901 an die Akademie Königsberg von Düsseldorf übersiedelte. Jernberg förderte Otto, in dem er ihm ermöglichte von 1910 bis 1914 ein Studium in Belgien zu absolvieren. Studienreisen führten ihn nach München, Paris, Holland, Südfrankreich sowie Italien.

Im Jahre 1910 beteiligte er sich an Ausstellungen der Leipziger Sezession. Beyer zog im gleichen Jahr nach Berlin und wurde Mitglied der 'Freie Sezession' unter Max Liebermann und fand in Liebermann einen Förderer.
Bei einem einjährigen Aufenthalt 1914/1915 an der Pommerschen Ostsee macht er die Bekanntschaft mit Lovis Corinth und Max Pechstein. Beide haben später einen starken Einfuss auf sein Werk. Otto Beyer stand der Künstlergruppe “Brücke” nahe. Dieser Einfluss zeigt sich vor allem in seinen graphischen Arbeiten.

Während der Zeit des Nationalsozialismuses erhielt er als „verfemter Künstler“ Mal- und Ausstellungsverbot.
Nach Kriegsende 1945 waren seine Werke in Ausstellungen in Berlin wieder zu sehen. Die Themen, die er in seinen Bilder vorwiegend umsetzte und malte, waren Landschaften, Stillleben sowie Berliner Vorstädte.

Seine Werke sind auch heute in Auktionshäusern vertreten, wie zum Beispiel 2008 bei der „Ketterer Kunst GmbH“ in München.

Eine Auswahl seiner Werke:

„Havelfischer“ (1925, Aquarell und Tempera);
„Fischerkähne am Flussufer“ (1912);
„Stadtansicht“ (um 1940, Öl auf Karton);
„Bergwelt“ (Öl auf Leinwand).

Grablage: Abt. 3, Nr. 511