Friedpark: Dorotheenstädtischer Friedhof II
  Gedächtnisstätte

Hermann Geitner

geboren am: 03.03.1848
gestorben am: 28.10.1905

 

Königlicher Tiergartendirektor
 

Hermann Geitner wurde in Althaldensleben geboren und entstammte einer Porzellanwarenfabrikantenfamilie.
Nach seiner Lehre in der Baumschule des Geburtsortes ging er auf Gesellenreise und absolvierte den Kriegsdienst.
1871 erhielt er zunächst eine Anstellung als Gehilfe in der Tiergartenverwaltung Berlin, wo er später als Tiergartengärtner arbeitete. Außerdem war er Mitglied im Verein zur Beförderung des Gartenbaues.
Im Jahre 1880 wurde er Tiergartenobergärtner und 1889 Tiergarteninspektor. Die Ernennung zum Königlichen Gartendirektor erfolgte 1896. Durch seine vielen Entwürfe und Gestaltungsdurchführungen stand Geitner in besonderer Gunst des Kaisers
Wilhelm II., dessen gefragtester Gartenkünstler er war.

Hermann Geitner wurde nach seinem plötzlichen Tod in der Familiengrabstätte beigesetzt.

Grabstelle: Lageplan-Nr. 6
 
Seit dem 16. Jahrhundert war der Tiergarten in Berlin ein kurfürstliches Wildgehege. Durch den Architekten Georg Wenzelslaus von Knobelsdorff wurde er in eine Gartenanlage im Stil der damaligen Zeit umgestaltet.

Geitner hat wesentlich im südlichen Teil des großen Tiergartens, dort wo 1890 das Lessing-Denkmal errichtet wurde, die Platzgestaltung vorgenommen.

Weitere Werke in Berlin:
Veränderungen im Schlosspark Bellevue;
Umgestaltung Opernplatz;
Erstanlage Savignyplatz;
Umgestaltung Zoologischer Garten;
Platz vor dem Brandenburger Tor;
Umgestaltung der Straße Unter den Linden; Auslichtung des Tiergartens;
Erstanlage Friedrich-Karl-Platz;
und vieles mehr.

In Berlin-Steglitz erinnert der 'Geitnerweg' an den großen Landschafts- und Parkanlagengestalter.