Friedpark: Gedenkstätte Rummelsburger Arbeiterwiderstand
  Gedächtnisstätte

Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime

Hans Krüger

geboren am: 27.06.1904
gestorben am: 27.11.1944

 

Schlosser, Mechaniker
 

Ausgeprägt war die Bespitzelung im Alltag während der NS-Zeit. Auch bei nicht angepasstem Verhalten bestand eine starke persönliche Gefährdung.

Ein Angeklagter konnte zwar bei den Sondergerichten noch vergleichsweise Milde erwarten. Doch der berüchtigte „Volksgerichtshof“ betrieb eine exemplarische Terrorjustiz.

Auch ohne Prozess konnten der Politischen Polizei zugetragene kritische Worte zu Konzentrationslager mit Todesfolge führen.

Für das Verfassen und Weiterleiten eines kleinen „Spottgedichts“ wurden drei Mitarbeiter des Bezirksamts Friedrichshain (damals Stadtbezirk „Horst Wessel“) zum Tode verurteilt und wenige Tage darauf in Plötzensee hingerichtet.
Hans Krüger wohnte in der Viktoriastadt im Kiez um die Türrschmidt-/Kaskelstraße. Er arbeitete in Neukölln bei den Deutschen-Telefon-Werken und gehörte keiner Partei an.

Unter Freunden und Bekannten wagte Hans Krüger kritische Äußerungen gegen das NS-Regime. Aufgrund von Denunziation wurde er verhaftet und am 8. Mai 1944 wegen „Wehrkraftzersetzung“ vor dem Kammergericht angeklagt. Das Urteil lautete auf sieben Jahre Zuchthaus.

Doch der Volksgerichtshof hob das Urteil auf und wandelte es in die Todesstrafe um.

Im Zuchthaus Brandenburg wurde das Urteil gegen Hans Krüger vollstreckt.

Zu seinem Gedenken wurde an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Türrschmidtststraße 38 eine Gedenktafel angebracht.