Friedpark: Zentralfriedhof Friedrichsfelde
  Gedächtnisstätte

Verfolgter des Naziregimes

Heinz Gröning

geboren am: 11.03.1915
gestorben am: 31.12.2007

 

Arbeiter
 


Der in Berlin-Wilmersdorf geborene Heinz Gröning wurde schon mit 10 Jahren Mitglied des Jung-Spartakus-Bundes und trat 1931 in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. In Berlin-Neukölln hatte er die Volksschule besucht und arbeitete ab April 1929 als Bürobote bei der Firma Telefunken.

Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten schloss sich Heinz Gröning dem illegalen Widerstand an, wo er mit Ernst Knaack zusammenarbeitete und auch mit Alfred Kowalke in Verbindung stand. Gröning half bei der Bildung sowie politischen Unterweisung von illegalen Fünfergruppen und übernahm außerdem den Vertrieb illegaler Zeitungen, wie z. B. die „Neuköllner Sturmfahne“. Anfang März 1934 wurde er festgenommen und im September vom Kammergericht Berlin zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung aus dem Jugendgefängnis Cottbus war Heinz Gröning bis 1938 arbeitslos. In diesem Jahr fand er nicht nur eine neue Anstellung (FA. Ludwig Baugatz in Berlin-Neukölln), sondern heiratete auch im Mai 1938 Ilse Gröning, geb. Gentsch, mit der er in der Folgezeit 2 Kinder bekam.

Ab August 1941 wurde H. Gröning zum Kriegsdienst einberufen und als Kanonier einer Flakeinheit in Berlin-Lankwitz eingesetzt. Im April 1945 kam er für wenige Wochen in US-Kriegsgefangenschaft.

Nach dem Krieg gehörte Heinz Gröning zunächst der KPD und dann der SED an. In den 50er Jahren arbeitete er als persönlicher Referent des Bürgermeisters von Berlin-Lichtenberg.




Grabstelle: VdN-Gräberanlage, vorderer Teil, Reihe 31
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