Friedpark: Zentralfriedhof Friedrichsfelde
  Gedächtnisstätte
Gedenkstätte der Sozialisten

Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime


Fritz Bischoff

geboren am: 01.07.1900
gestorben am: 03.05.1945

 

Kaufmann
 


Nach Beendigung der Schulzeit wurde Fritz Bischoff Mitglied der sozialistischen Arbeiterjugend und bei der Gründung der Spartakusgruppe dessen Mitglied. Im Jahre 1919 war er Gründungsmitglied der KPD.

In den Jahren von 1920 bis 1930 arbeitete Bischoff als kaufmännischer Angestellter in der sowjetischen Handelsvertretung in Berlin und Hamburg. Ab 1925 beschäftigte er sich mit kulturpolitischen Fragen in der Abteilung Agitation und Propaganda in der KPD-Bezirksleitung Wasserkante. 1930 wurde er Vorsitzender der Interessengemeinschaft für Arbeiterkultur und später übernahm Bischoff den Vorsitz des Verbandes der proletarischen Freidenker.

Im Herbst 1933 wurde Bischoff durch das ZK der KPD zum Sekretär der KPD-Bezirksleitung Hessen-Frankfurt ernannt, um den politischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Region zu organisieren. Er nahm Kontakt zu sozialdemokratischen und anderen Widerstandsgruppen auf, um gemeinsam und geschlossen gegen den Nationalsozialismus ankämpfen zu können.

1938 wurde Bischoff verhaftet und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, die Strafe verbüßte er in Kassel-Wehlheiden. Nach seiner Entlassung wurde er zuerst in das KZ Sachsenhausen und anschließend in das KZ Neuengamme inhaftiert. Im April wurde Bischoff mit weiteren ca. 8000 Häftlingen des KZ´s Neuengamme zur Lübecker Bucht getrieben und auf die dortige Cap Arcona verladen. Fritz Bischoff ertrank bei dem Untergang der Cap Arcona nach einem britischen Luftangriff.



Grablage: Gedenksteintafel rechte Seite Ringmauer