Friedpark: Friedhof Biesdorf
  Gedächtnisstätte

Fritz Gödicke

geboren am: 21.10.1919
gestorben am: 28.04.2009

 

Fußballspieler, -trainer, funktionär
 


Fritz Gödicke wurde 1919 in Zeitz geboren, er startete seine Fußballlaufbahn 1931 bei der Freien Turnerschaft Zeitz als Verteidiger. Im Anschluss an seine Schulzeit lernte er in einer Zeitzer Maschinenfabrik den Beruf des Drehers. Während der Leipziger Vorkriegszeit gehörte Gödicke einer antifaschistischen Jugendgruppe an. Zwischen 1943 und 1945 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen. Im Anschluss an den zweiten Weltkrieg begann Gödicke für den Leipziger SG Leutzsch zu spielen. Mit seiner Leutzscher Mannschaft bestritt er 21 Spiele in der DDR-Oberliga, in denen er 1 Tor erzielte. Gödicke wurde von den Lesern der DDR-Sportzeitungen, Deutsches-Sportecho sowie Neue Fußballwoche zum Spieler des Jahres gewählt. Nach dem Sieg der DDR-Fußballmeisterschaft 1951 beendete Gödicke seine aktive Laufbahn als Spieler.

Parallel zu seiner Spielerlaufbahn war er als Trainer für den SG Leipzig-Stötteritz (1947/48) tätig. Im Anschluss seiner Ausbildung an der Leipziger Sporthochschule DhfK trainierte er (1954/55) die DDR-Juniorenauswahl. Ab 1958 war Gödicke DFV-Verbandstrainer, Trainer der DDR-Nationalmannschaft und DFV Cheftrainer (1959/61). Von 1962-1965 trainierte er den BFC Dynamo, sein letzter Trainerjob war dann beim 1 FC. Union Berlin, den er aus die in die Zweitklassigkeit abgestiegene Mannschaft, wieder in die Oberliga brachte. 1970 beendete Gödicke aufgrund seiner geschädigten Knie die Trainerlaufbahn.

Von 1970 bis 1985 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Staatssekretariat für Körperkultur und Sport tätig.

Grabstelle: 6te UA Nr.2