Friedpark: Zentralfriedhof Friedrichsfelde
  Gedächtnisstätte

Verfolgter des Naziregimes

Heinz Meier

geboren am: 20.11.1913
gestorben im Jahr: 1991

 

Schiftsetzer
 


Der in Berlin geborene Heinz Meier absolvierte eine Ausbildung zum Schriftsetzer und betätigte sich in seiner Freizeit im Arbeiter-Turn-und-Sportbund in Berlin-Neukölln. Im Jahre 1931 wurde er Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands (KJVD) und engagierte sich außerdem in der Revolutionären Gewerkschaftsopposition (RGO).
Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten schloss sich Meier dem Widerstand gegen das NS-Regime an. Im Auftrag der illegalen Leitung der RGO (Grafik) und auch des illegalen ZK des KVDJ war er als Instrukteur für die Verbindung von antifaschistischen Jugendgruppen in Berliner Druckerei-, Textil- und Metallbetrieben verantwortlich und arbeitete dabei u.a. mit Kurt Hager zusammen. Zu seinen Aufgaben zählt außerdem die Vervielfältigung und Verbreitung verschiedener illegaler Schriften. Seine Widerstandsarbeit setzte Heinz Meier ab 1936 in Ostpreußen fort, wohin er als Landhelfer dienstverpflichtet worden war.
Später wieder in Berlin, nutzte Meier seine Arbeit bei der Daimler-Benz AG in Genshagen für die Kontaktaufnahme zu den dortigen Zwangsarbeitern sowie zur Beschaffung und Weiterleitung geheimer Informationen über die Rüstungsproduktion. Heins Meiers Untergrundarbeit gegen das Regime blieb von den Nazis unentdeckt. Bereits kurz vor Kriegsende wurde er von der Roten Armee in den von ihr gebildeten Aufbaustab eingesetzt. 1946 arbeitete Meier zunächst als Stadtbezirksrat für Wirtschaft in Berlin-Treptow und war danach bis 1977 viel Jahre Direktor bzw. stellvertretender Generaldirektor der zur SED gehörenden Firma DEWAG- Werbung.

Grabstelle: VdN-Gräberanlage, hinterer Teil, Reihe 5

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