Friedpark: Friedhof In den Kisseln
  Gedächtnisstätte

Rainer,Gerhard Rümmler

geboren am: 02.07.1929
gestorben am: 16.06.2004

 

Architekt
 
Nach dem Abitur am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium studierte Rümmler von 1948 bis 1954 Architektur an der TU Berlin. Seine Lehrer waren u.a. W illy Kreuer, Hans Hertlein und Hans Scharoun. Seit 1955 war er dann als Referendar beim Senat von Berlin tätig. Drei Jahre später legte er sein 2. Staatsexamen ab und arbeitete anschließend von1959 bis 1964 zunächst als stellvertretender Leiter der Entwurfsabteilung der Senatsbauverwaltung und danach bis zu seinem Ausscheiden 1994 als deren Leiter. Von 1966 bis 1996 ist Rümmler maßgeblich am Ausbau des Berliner U-Bahnnetzes beteiligt. Die meisten der in diesen 30 Jahren entstandenen Berliner U-Bahnhöfe tragen seine Handschrift. R. Rümmler unterschied sich von seinen Vorgängern darin, dass er U-Bahnhöfe nicht als reine Zweckbauten betrachtete. So sind „seine“ Bahnhöfe auf der Verlängerung U 7 in Richtung Spandau oder auch der verlängerten U 8 von der Osloer Straße bis Wittenau Einzelkunstwerke, die sich durch besondere Farbgestaltung und Materialien für die Gestaltung der Oberflächen auszeichnen. Ein Höhepunkt seines Schaffens war die Gestaltung des U-Bahnhofs Paulsternstraße (Spandau). Die Decke ziert ein blauer Sternenhimmel und die Wände sind mit Blumen-und Sonnenmustern verziert. Das traf allerdings nicht jedermanns Geschmack. Neben den U-Bahnhöfen entwarf der Architekt u.a. auch die Feuerwachen in Kladow und Wannsee, den Neubau des Landgerichts am Tegeler Weg sowie die heute unter Denkmalschutz stehende Raststätte Dreilinden. Gerhard Rümmler starb im Alter von 74 Jahren. Er wurde auf dem Spandauer Friedhof „In den Kisseln“ beigesetzt.
Grablage: Abt.59 Nr.4/5

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