Friedpark: Garnison-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Ernst von Boyen

geboren am: 27.07.1726
gestorben am: 12.06.1806

 

General
 




Ernst Johann Sigismund von Boyen entstammte einer alten preußischen Adelsfamilie. Er war der Onkel des späteren preußischen Kriegsministers Herrmann von Boyen (1771-1848).

Seine militärische Laufbahn begann im Jahr 1743 als Kadett in Berlin. 1746 trat er als Unteroffizier in das Kürassierregiment von Bredow (Nr.7) ein. In diesem Regiment diente von Boyen den gesamten Siebenjährigen Krieg. 1755 erfolgte seine Beförderung zum Leutnant.

In den folgenden Jahren nahm er an mehreren Feldzügen u.a. am Bayerischen Erbfolgekrieg 1778/79 teil und hatte das Kommando über verschiedene Einheiten. Von Boyen wurde nach seiner Beförderung zum Oberst in Jahr 1783 von König Friedrich dem Großen verabschiedet.

Vier Jahre später wurde er von König Friedrich Wilhelm II. wieder eingestellt. Er erhielt den Rang eines Generalmajors und wurde Departmentdirektor beim neu gegründeten Oberkriegskollegium. Während dieser Tätigkeit erwarb General von Boyen sich Verdienste bei der Ausbildung von Scharfschützen bei den Füsilieren durch die Einführung von Karabinergewehre.

Im Jahr 1794 wurde er zum Generalleutnant und 1802 zum General der Kavallerie befördert. Als besondere Ehrung erfolgte 1804 die Ernennung zum Ritter des hohen Ordens vom Schwarzen Adler.

Nach seinem Tode wurde von Boyen auf dem Alten Garnisonfriedhof in Berlin-Mitte beigesetzt.