Friedpark: Garnison-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Wilhelm Benedikt von Clausewitz

geboren am: 10.11.1773
gestorben am: 12.02.1849

 

Königlich Preußischer General
 


Wilhelm Benedikt von Clausewitz wurde in Burg im Kreis Jerichow geboren. Er war der Bruder des Militärtheoretikers Carl von Clausewitz. Seine militärische Karriere begann 1787 als Gefreitenkorporal im 34. Infanterieregiment. Im Jahr 1792 wurde Clausewitz zum Sekondeleutnant befördert und nahm am Feldzug von 1793/95 teil. In den folgenden Jahren erfolgten weitere Beförderungen zum Premierleutnant (1797) und zum Stabskapitän (1802).

Clausewitz wurde 1806 in das 6. Westpreußische Reservebataillon versetzt und nahm mit ihm am Feldzug von 1806/07 teil. In diesem Regiment wurde er im Jahr 1809 als Kapitän zum Chef der Leibkompanie ernannt. Dabei hatte er auch die Aufsicht über die Bildungsanstalt der Protepeéfähnriche und Junker. Obwohl er nie den selben Ruf wie sein Bruder Carl errungen hatte, war er ein Offizier von hoher Bildung, großem militärischen Wissen und besaß gute Fähigkeiten als Lehrer.

Im Jahr 1812 nahm Clausewitz auf französischer Seite am Feldzug gegen Russland teil. Ein Jahr später übernahm er für kurze Zeit das Kommando über ein Reservebataillon und wurde im Dezember 1813 in den Generalstab kommandiert. Sein gesamtes militärisches Können bewies Clausewitz in den Kämpfen während der Befreiungskriege, in denen er sich mehrfach auszeichnen konnte und mit dem Pour le Merite und dem Eisernen Kreuz geehrt wurde. Nach Beendigung des Krieges schied Clausewitz aus dem Generalstab aus und erhielt das Kommando über das 32. Infanterieregiment. Wegen seines mehrfach bewiesenen Lehrtalents wurde ihm 1817 die Leitung der Examinationskommission für die Protepeéfähnriche in Münster übertragen. Nach seiner Beförderung zum Oberst im Jahr 1818 kommandierte er ab 1822 die 13. Landwehrbrigade in Münster. Auf Grund seiner Erfahrungen und Fähigkeiten kümmerte er sich in dieser Zeit um die Ausbildung von Offizieren für die Landwehr.

Nach seiner Beförderung zum Generalmajor im Jahr 1828 erkrankte Clausewitz schwer. Weil der König aber nicht auf einen so erfahrenen Offizier verzichten wollte, übertrug er ihm 1832 die Leitung des Invalidenwesens im Kriegsministerium. Diese Aufgabe erfüllte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1839. Clausewitz zog nach Potsdam, wo er am 12.02.1849 verstarb.

In der Literatur findet man unterschiedliche Angaben zu seinem Geburts- und Todestag. Die hier angegebenen Daten sind die von seinem Grabkreuz, das auf dem Alten Garnisonfriedhof in Berlin steht.