Friedpark: St. Elisabeth-Friedhof I
  Gedächtnisstätte

Dr. theol. Superintendent Emil Quandt

geboren am: 10.02.1835
gestorben am: 26.01.1911

 

Prediger
 



Karl Emil Wilhelm Quandt wurde in der alten Bischofsstadt Cammin in Pommern geboren. Die protestantische Bewegung zur Erneuerung des religiösen Lebens des 18./19. Jahrhunderts machte auch vor der Heimatstadt nicht halt und prägte seine Kindheit. Der junge Quandt besuchte das Gymnasium in Stettin und studierte danach Theologie in Berlin und Halle.

Zunächst arbeitete Quandt von 1857 bis 1860 als Konrektor an der Höheren Töchterschule in Stargard. Dann berief man ihn zum Rektor nach Pyritz, wo er auch zu predigen begann.
Ab 1862 war Quandt als Pfarrer in Kollin/Pommern tätig. Durch seine Vorträge und Missionspredigten wurde er sehr bekannt. Der Evangelische Verein für kirchliche Zwecke verpflichtete ihn 1865 als ihren Hausgeistlichen nach Berlin. Zwei Jahre später übernahm er die Deutsch-Evangelische Gemeinde in Haag. Nach siebenjähriger Tätigkeit im Ausland kehrte Emil Quandt 1874 nach Berlin zurück und wurde 1. Pfarrer an St. Elisabeth. 1884 ernannte ihn die Kirche zum Superintendenten; der Geistliche übernahm viele schwierige Ämter. Seine Predigten und Gottesdienste waren sehr beliebt und wurden gern besucht. 1888 berief man ihn als Superintendenten und Oberpfarrer zum 1. Direktor des Predigerseminars nach Wittenberg.

Mit 73 Jahren trat Dr. theol. Emil Quandt in den Ruhestand. Er starb am 26.01.1911 in Berlin-Lichterfelde. Auf seinem Grabkreuz auf dem St. Elisabeth-Friedhof I stehen die Worte: „Daheim bei dem Herrn“.