Friedpark: Garnison-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Daniel Friedrich Gottlob Teichert

geboren am: 01.02.1796
gestorben am: 21.09.1853

 

Offizier
 



Daniel Friedrich Gottlob Teichert wurde in Berlin als Sohn eines Essigbrauers geboren. Er entschied sich für eine militärische Laufbahn und trat 1813 als Freiwilliger in die Preußischen Armee ein.

Als Artillerieoffizier nahm er während der Befreiungskriege an den Schlachten bei Groß Görschen, Bautzen, Leipzig und Reims teil. Dafür wurde er mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

Teichert war ein Offizier, der sich durch eine umfassende Bildung und hohe pädagogische Fähigkeiten auszeichnete. Darum ernannte man ihn im Jahr 1846 nach mehreren Truppenkommandos zum Lehrer an der Vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule in Berlin. Gleichzeitig wurde er Mitglied in der Königlichen Artillerieprüfungskommission.

Neben seiner militärischen Karriere war Teichert ein politisch interessierter Offizier. Er war geprägt durch eine demokratische Einstellung in seiner Familie und hatte Kontakte zu liberalen Kreisen innerhalb des Militärs. Dies veranlasste ihn für die Nationalversammlung in Frankfurt zu kandidieren. Nach seiner Wahl konzentrierte Teichert seine parlamentarische Arbeit in den Ausschüssen der Marine, des Heeres und der Volksbewaffnung.

Im Jahr 1849 kehrte er in den Militärdienst zurück. Teichert wurde zum Oberstleutnant befördert und erhielt einen Posten im Preußischen Kriegsministerium.

Im September 1853 starb er, wie seine gesamte Familie, an einer Cholerainfektion. Sein gusseisernes Grabdenkmal auf dem Alten Berliner Garnisonfriedhof im Feld V erinnert bis heute an ihn und an seine Familie. Das verschwundene Original wurde durch eine Kopie ersetzt. Das rechte Bild zeigt den Gipsabdruck der Figur des Grabmales. Sie ist im Lapidarium des Garnisonfriedhofes ausgestellt.