Friedpark: Jerusalems- und Neue Kirche, Friedhof III
  Gedächtnisstätte

Prof. Ludwig Hess

geboren am: 23.03.1877
gestorben am: 05.02.1944

 

Musiker, Kammersänger, Komponist
 


Im Grab der Familie Walther Harich, einem in den zwanziger Jahren sehr populären Schriftsteller und Literaturhistoriker, mit seiner zweiten Frau Anne-Lise, geb. Wyneken und seinem Sohn, Wolfgang Harich, dem enfant terriblé der Kulturszene im Nachkriegs-Berlin und späteren marxistischen Philosophen, Querdenker und DDR-Systemkritiker fanden auch die Schwester von Harichs Frau, Susanne Hess, geb. Wyneken und ihr Mann Ludwig Hess ihre letzte Ruhe.


Der in Marburg geborene Ludwig Hess galt zu seiner Zeit als bedeutender Opern- u. Konzertsänger, erst als Tenor und ab 1926 als Bariton. Er war Dirigent 1901-10 in München und 1917-20 in Königsberg. Als Tenor und auch als Dirigent konzertierte er in Europa und vor allem in Amerika. Seit 1924 war er Professor für Gesang an der Staatlichen Akademie für Kirchen- und Schulmusik in Berlin.
Hess komponierte Sinfonien, größere Chorwerke und A-cappella-Chöre, Kammermusik, Lieder für eine Singstimme und Opern („Abu und Nu“,1919; „Vertreibung aus dem Paradies“ und „Kain“, 1930).