Friedpark: Alter Luisenstadt-Friedhof
  Gedächtnisstätte
Ehrengrab

Dr. Gustav Stresemann

geboren am: 10.05.1878
gestorben am: 03.10.1929

 

Politiker
 





Der Sohn eines Bierhändlers machte sein Abitur im damaligen Andreas-Realgymnasium in Berlin-Friedrichshain. Er studierte in Leipzig und Berlin Literatur und Geschichte, wechselte später allerdings in das Fach Nationalökonomie. Er promovierte zum Ende des Studiums mit einer Arbeit über das Wachstum der Berliner Flaschenbier-Industrie.

1903 heiratete er die Industriellentochter Käthe Kleefeld, die im gesellschaftlichen Leben der 20er Jahre eine große Rolle spielte.

Seine politische Karriere begann mit dem Eintritt in die Nationalliberale Partei. Ab 1907 war Stresemann jahrelang Abgeordneter des Reichstages. 1918 wurde er Vorsitzender der NLP und Mitbegründer der rechtsliberalen DVP. Als überzeugter Monarchist war es sein Ziel, das wilhelminische Deutschland durch expansive Wirtschaftspolitik zu stärken. In der Weimarer Republik war er Gegner des Versailler Vertrages, wollte aber die Probleme Deutschlands mit den Mitteln der Verständigungspolitik lösen.

Am Ende der Weimarer Republik war Stresemann zum Reichskanzler gewählt – diese Zeit endete aber infolge eines Misstrauensvotums schon am 23. November 1923. In der nachfolgenden Regierung wurde Stresemann Außenminister, der Deutschland als Teil der neuen Staatsordnung verstand und eine Versöhnungspolitik betrieb. 1929 starb Stresemann an den Folgen eines Schlaganfalls.

Zitat: „Der Mensch soll in jedem Moment seines Denkens und Handels von der Überzeugung sich tragen lassen, dass er eine Mission auf Erden zu erfüllen hat, dass ihm Kraft gegeben ist, zur Veredlung des Menschheitsbaues beizutragen“.