Friedpark: Christophorus-Friedhof
  Gedächtnisstätte

Prof. Walter Delius

geboren am: 28.12.1899
gestorben am: 11.05.1972

 

Pfarrer, Theologe
 


Walter Delius wurde in Glauchau/Saale geboren. Er absolvierte die lateinische Hauptschule in Halle und wurde nach dem Abitur 1917 Soldat im 1. Weltkrieg.

Nach dem Krieg studierte er an den Universitäten Halle und Tübingen. Im Anschluss an sein erstes theologisches Examen 1922 kam Delius nach Berlin an das Domkandidatenstift und das Johannesstift in Spandau. Nach seiner Promotion zum Doktor phil. und seinem Lic. theol. im Jahr 1924 arbeitete Delius als Pfarrer in der Nähe von Halle.

Seit 1929 wirkte er als Pfarrer der Christophorus-Gemeinde in Berlin-Friedrichshagen. Er war ein Vertreter der bekennenden Kirche. Delius hatte oft Auseinandersetzungen mit den Organen des Naziregimes, die sich ständig versuchten in die Angelegenheiten der Kirche einzumischen. Walter Delius wurde oft bei der Gestapo vorgeladen und erhielt auch 1937 drei Wochen Gefängnishaft in Moabit.

Nach dem 2. Weltkrieg setzte Walter Delius seine Arbeit als Pfarrer der Christopherus- Kirchengemeinde fort und war gleichzeitig Dozent für Kirchengeschichte. 1949 wurde er zum Professor an die Kirchliche Hochschule Berlin-Zehlendorf berufen. Von der Universität in Halle wurde ihm 1954 die Ehrendoktorwürde verliehen.

Im Jahr 1958 siedelte Delius in den Westteil Berlins über, wo er im Alter von 72 Jahren verstarb.

Walter Delius verfasste zahlreiche Werke:

„Die Evangelische Kirche und die Revolution 1848“,
“Kirchengeschichte“(1950),
„Geschichte der Kirche Jesu Christi“ (1948),
„Der Protestantismus und die russisch-orthodoxe Kirche“ (1950),
„Justus Jonas“ (1952),
„Die Reformationsgeschichte der Stadt Halle/Saale“ (1954).

Grabstelle: Feld C